Der Ski-Club Cronenberg braucht kein Schnee im Tal.

Cronenberg. : Der Ski-Club braucht keinen Schnee im Tal

Obwohl die Loipen in der Stadt seit 2010 nicht mehr für den Langlauf taugen, ist der Verein aktiv.

Was Autofahrern Probleme bereiten mag, reicht noch längst nicht für den Wintersport. Der erste Schnee vom Wochenende dürfte daher noch keine Jubelstürme bei Wintersportlern ausgelöst haben. Doch auch wenn die Pisten in Wuppertal schon seit einigen Jahren nicht mehr befahrbar waren, halten sich die Wuppertaler Alpinisten bereit. Der Ski Club Cronenberg (SCC) trainiert ganzjährig für die Wintersportsaison und hält auch in diesem Jahr bereits Termine für gemeinsame Skifahrten frei.

In 2018 war im Stadtgebiet
kein Ski-Fahren möglich

Bereits seit 2010 konnten die Loipen in und um Wuppertal nicht mehr für den Langlaufski genutzt werden (die WZ berichtete). Auch 2018 war bisher keine Besserung in Sicht. „Wenn möglich, nutzen wir unsere Routen um Lichtscheid“, sagt Skiclub-Vorstandsmitglied Jörg Werbeck, „ansonsten weichen wir auch auf die Gebiete in Winterberg aus.“ In den letzten Jahren war gerade dies aufgrund der mangelnden Schneedeckung nötig. „Die Skihallen in der näheren Umgebung als auch die erheblich ausgebaute Wintersportarena im Sauerland bieten attraktive Alternativen, sowohl für Alpinfahrer als auch Langläufer“, ergänzt Axel Wetzchewald, erster Vorsitzender des SCC.

„Unser Training für dieses Jahr ist ganz konsequent durchgeplant“, berichtet Werbeck, Vorstandsmitglied im SCC und Gruppenleiter Langlaufski beim Deutschen Alpenverein Wuppertal.

Das Skitraining beschränkt sich nämlich nicht nur auf die kalte Jahreszeit. „Wir bieten neben den Übungstrainings Skigymnastik, Nordic Walking und Geländelauf an“, so Werbeck. Übungsfahrten fänden außerdem in der Skihalle in Neuss statt, wie auch schon in den letzten Jahren.

Doch wenn Schnee liegt, will so eine Tour auch vorbereitet sein. „Wir haben die Termine am 12. Januar, 9. Februar und 9. März für Skitouren blockiert“, erklärt Werbeck. Sorge macht ihm dabei, dass sich Interessierte zu kurzfristig entschieden, mitzukommen. Grund genug, sich die Termine schon jetzt freizuhalten und nicht erst den Wetterbericht abzuwarten, gebe es zudem genug, erläutert Werbeck: „Wenn kein Schnee liegt, gibt es Alternativen.“ So werde man entweder auf die umliegenden Skigebiete ausweichen oder die Zeit für Laufrunden oder Nordic Walking nutzen. Die frühzeitige Anmeldung sei wichtig für organisatorische Belange. Auch Nicht-Mitglieder sind eingeladen.

Der Zulauf für den Verein
bleibt trotz Schneemangels stabil

Obwohl schon seit einigen Jahren nicht mehr vor Ort gefahren werden konnte, bleibt der Zulauf zum Verein stabil: „Wie vermutlich andere Vereine auch, muss sich der SCC aktiv um neue Mitglieder und damit seinen Nachwuchs bemühen“, sagt Axel Wetzchewald, „Schneereiche Winter mit der Option, in der Region regelmäßig zum Beispiel Skilanglauf betreiben zu können, würden dabei natürlich helfen.“ Verantwortlich für die stabile Mitgliederentwicklung ist laut Wetzchewald die Ausrichtung des Vereins: „Der SCC hat sich schon vor langem mit einem vielfältigem Ganzjahres-Sportangebot breiter aufgestellt“, erklärt der Vorsitzende. Hierzu gehören neben den auf den Skisport vorbereitenden Aktivitäten zum Beispiel auch Inlineskating, Gymnastik und Ballsport.

Trainingstermin im
Hochsauerland geplant

Organisiert werden die Trainingstermine gemeinsam mit dem Deutschen Alpenverein Wuppertal. Geplant ist, um 8 Uhr von Wuppertal aus in Richtung Bermberg im Hochsauerland loszufahren. Gegen 16 Uhr wird die Rückfahrt angetreten. Bei den drei Übungsfahrten lernen die Teilnehmer nicht nur die praktischen Seiten des Skilanglaufs, sondern auch Wissenswertes über Ausrüstung, Tourenplanung, Orientierung und gesundheitliche Risiken. Die Termine seien sowohl für Einsteiger als auch Wiedereinsteiger gut geeignet. Die verbindliche Anmeldung soll dabei direkt über den Kursleiter, Jörg Werbeck, erfolgen. Alle Infos und Kontaktdaten findet man auf der Internetseite des Alpenvereins:

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