Der Paritätische feiert – und rüstet sich für demographischen Wandel

Der Paritätische feiert – und rüstet sich für demographischen Wandel

Vor 60 Jahren wurde der Verband gegründet. Sitz ist in Wuppertal.

Wuppertal. Es soll sich keiner grämen, wenn er nicht weiß, was paritätisch bedeutet: gleichberechtigt, gleichgestellt, ebenbürtig, äquivalent und was dergleichen mehr sein mag. 60 Jahre wurde "Der Paritätische in NRW", der stolz von sich behauptet: "Wir verändern." Sein Jubiläum feierte der Wohlfahrtsverband, dem inzwischen 3000 Mitgliedsorganisationen angehören, in der Historischen Stadthalle am Johannisberg. Immerhin ist Wuppertal Sitz der Zentrale des Landesverbandes.

Zur großen Feierstunde mit der Wahl des Landesvorsitzenden und einer Grundsatzrede von NRW-Arbeits- und Sozialminister Karl-Josef Laumann war ein fulminantes Programm an Fachveranstaltungen vorbereitet worden, teils gedacht für die Öffentlichkeit.

Die hatte indessen ihre Orientierungsschwierigkeiten, denn die Veranstaltungen liefen parallel in den diversen Nebensälen der Stadthalle. Ein Vortrags-Hopping war demnach leider ausgeschlossen, es blieb nur, sich wie die Fachbesucher auf ein Thema zu kaprizieren. Bedrückend genug fiel es für denjenigen aus, der mit dem Referenten Reiner Mathes auf "Fast fünf Jahre Hartz IV" zurückblickte.

Dennoch hatte der NRW-Landesvorsitzende Cord Wellhausen in seiner Ansprache ermunternde Worte parat und erinnerte an soziale Bewegungen, die "Der Paritätische" angestoßen hat: Stadtteil-Initiativen, Armutsprojekte, Hospizbewegung, Altenhilfe.

Gerade dieses letztere Thema erhalte nun aber eine neue Dimension. Indem die 68er zu Senioren würden, rücke eine Generation aufs Altenteil, die sich selbst zu helfen wisse und gar noch die Jüngeren stütze. Es sei dies ein Beispiel, "wie gute Ideen im Paritätischen seit nunmehr 60 Jahren umgesetzt werden".

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