Der „malende Karl May“ vom Ölberg

Der „malende Karl May“ vom Ölberg

Objektkünstler Gerd Hanebeck ist mit 78 Jahren gestorben.

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Manche nannten ihn den „malenden Karl May“, weil er nie in Afrika war, aber die Kunst des Kontinents liebte, sammelte und in seiner Kunst verarbeitete, ohne jemals dort gewesen zu sein. Ende Oktober ist der bekannte Wuppertaler Maler und Objektkünstler Gerd Hanebeck im Alter von 78 Jahren gestorben. Der gebürtige Remscheider hatte in den 60-er Jahren an der Werkkunstschule Wuppertal studiert. Seine meist naturfarbenen Werke stellte er europaweit aus, zuletzt 2011 in der Stadtsparkasse am Islandufer. Hanebeck arbeitete unkonventionell, schnürte Holzbretter mit Ledergürteln ein oder fügte Ketten, Nägel und Knochen zu Materialbildern. Er wurde mehrfach ausgezeichnet, 1971 mit dem von der Heydt-Preis, den er zusammen mit Peter Brötzmann erhielt, mit dem er die Liebe zum Jazz teilte. Hanebeck lebte mit seiner Frau seit vielen Jahren in seinem Atelier-Haus auf dem Ölberg. mws

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