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Der Laurentiusplatz wurde zum Chemielabor

Der Laurentiusplatz wurde zum Chemielabor

Bayer, Dupont, Teijin und Sachsenröder hatten zum Schnuppertag eingeladen.

Der sechsjährige Tom strahlt: „Es ist toll, dass man hier selbst experimentieren kann“, verrät er, während er vorsichtig eine gelbe Kleisterflüssigkeit durch einen genormten Zylinder gießt und dabei gespannt auf den Sekundenzeiger einer Stoppuhr schaut.

Unter dem Motto „Chemie entdecken“ haben die vier großen Wuppertaler Chemieunternehmen Bayer, Dupont, Teijin und Sachsenröder mit acht weiteren Kooperationspartnern den Laurentiusplatz zu einem großen Chemielabor verwandelt. Zudem öffneten die Unternehmen auch ihre Werkstore. „Wir wollen mit den Bürgern in den Dialog treten“, erklärt Organisator Hans-Georg Dellweg. Darüber hinaus wolle man auch Nachwuchs für die Unternehmen gewinnen.

Um zu zeigen, was einen in der Ausbildung zum Chemikanten erwartet, haben die beiden Auszubildenden Patrizio Ciurli und Fabian Polaczyk in Mini-Prozessleitsystem aufgebaut: In einem Wasserbecken registrieren drei Sensoren den Wasserstand und können somit eine angeschlossene Pumpe an- oder abstellen. „Der Beruf des Chemikanten hat heute viel mit EDV zu tun“, erklärt Ausbilder Friedrich-Wilhelm Witt. Das findet auch Maximilian Hoffmann spannend. Der Gymnasiast peilt einen Beruf in der Chemiebranche fest an: „Ich finde es gut, dass man in der Chemie die Möglichkeit hat, Menschen zu helfen“, erzählt der 14-Jährige.