Der Kick am Tisch: Wuppertal spielt vorne mit

Der Kick am Tisch: Wuppertal spielt vorne mit

In der Stadt trainiert eine äußerst aktive Tischfußball-Szene. Dazu gehören auch die Sinshots. Wichtig ist: Geflucht wird nicht.

Wuppertal. Die Kickerszene boomt. Es gibt Bundesligen, Trikot-Kollektionen, Szene-Zeitschriften wie Kickerliebe und längst hat das alles nichts mehr mit verqualmten Hinterzimmern zu tun. "Auch wenn es für manche noch komisch klingt, das ist ein Sport", sagt Oliver Eichenberg.

Ewald und Eichenberg sind überzeugt, dass Wuppertal ein gutes Pflaster für Tischfußballer ist. Etwa 14 moderne Turniertische gebe es in Kneipen und Clubs der Stadt, in ganz Düsseldorf erfüllten gerade einmal zwei Tische diese Anforderungen. Im Bergischen gebe es sechs Mannschaften, die in Ligen spielen. In Köln sei es gerade einmal eine.

Wenn die sechs Spieler der Sinshots an die Tische treten, die sie nie profan als Kicker bezeichnen würden, dann geht es professionell zu. Die Stangengriffe werden mit griffigen Gummihüllen und Bandagen für Tennisschläger überzogen und es werden komplizierte Spielzüge trainiert. Gespielt wird schnell und erstaunlich leise, ohne Fluchen und Stangenknallen.
"Mit Kneipe, Bier und Qualm hat das hier nichts zu tun", sagt Oliver Eichenberg. "Das ist eine Kopfsache, Konzentration ist alles." Im Oktober ist die wieder besonders gefragt, dann treten die Sinshots in Gäufelden bei Stuttgart bei den Deutschen Meisterschaften an.