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Der große Umbau der A 46 beginnt

Der große Umbau der A 46 beginnt

Zwischen Barmen und Oberbarmen wird die Autobahn bis Ende 2021 grundlegend saniert. Auch der Lärmschutz soll verbessert werden.

Für so manchen Autofahrer, der täglich auf der A 46 unterwegs ist, dürfte es keine gute Nachricht sein: Der Umbau der A 46 zwischen Barmen und Oberbarmen beginnt mit vorbereitenden Arbeiten am kommenden Wochenende. Aufatmen dagegen bei den Anwohnern auf diesem Abschnitt, die seit Jahrzehnten unter dem Lärm der täglich bis zu 93.000 Fahrzeuge leiden. Wie Melanie Nölke von der Landesbehörde Straßen NRW erklärt, werden Lärmschutzmaßnahmen ein Teil des großen Ertüchtigungspakets für die A 46 sein.

Bis Ende 2021 hat sich Straßen NRW mit der Erhaltungs- und Lärmschutzsanierung einiges vorgenommen. Neben der Erneuerung der Fahrbahndecke, der Entwässerung und der Verbesserung des Lärmschutzes — vor allem im Bereich Wichlinghausen — müssen einige Bauwerke wie Brücken und die Galerie Sternenberg „ertüchtigt“ werden. Das soll ab Mitte 2018 geschehen.

Alle Arbeiten, die bis dahin auf dem Streckenabschnitt anfallen, sind lediglich dazu erforderlich, um die Baustelle so einzurichten, dass der Verkehr auch während der jahrelangen Bauzeit auf vier Fahrstreifen (zwei in jeder Fahrtrichtung) weiterrollen kann. Zunächst wird die A 46 in Fahrtrichtung Düsseldorf saniert. Der Verkehr läuft über die Gegenseite, wo auch die Standstreifen in die dann verengten Fahrspuren einbezogen werden müssen.

„Nachdem, was man uns über Jahrzehnte immer wieder versprochen hat, glaube ich es erst, wenn tatsächlich mit den Arbeiten für den Lärmschutz begonnen wird“, sagt der Stadtverordnete Michael Schulte (CDU), der sich seit vielen Jahren für einen verbesserten Lärmschutz an der A 46 eingesetzt hat. Die Belastung der Anwohner sei enorm hoch, das wisse er aus eigener Anschauung, so Schulte. Darüber hinaus sei der städtebauliche Aspekt nicht zu unterschätzen. Ein besserer Lärmschutz bedeute eine enorme Wertsteigerung für die Häuser und Wohnungen in Wichlinghausen und erhöhe daher die Chance, Leerstände abzubauen oder zu vermeiden, sagt Michael Schulte.

Den Zeitplan von Straßen NRW hält er für ambitioniert, da auch die Sanierung von Brücken und Galerien bis 2021 eingeplant ist. Für die lange Zeit der Baustellen schlägt Schulte vor, dass Tempo auf der A 46 durchgehend auf 80 Stundenkilometer festzulegen. „Es ist bekannt, wie sich Staus vor allem bei großen Tempounterschieden und beim Anbremsen vor einer Baustelle aufbauen. Eine gleichbleibende Geschwindigkeit wäre da eine bessere Lösung“, schlägt Michael Schulte vor.

Melanie Nölke verweist darauf, dass bis auf das kommende Wochenende, wenn Veränderungen am Mittelstreifen vorgenommen werden, immer mindestens zwei Fahrspuren in jeder Richtung offen bleiben. Straßen NRW wird aber nicht nur zwischen den Abschlussstellen Barmen und Oberbarmen aktiv. Auch im Wuppertaler Westen stehen umfangreiche Arbeiten an, die am Westring längst begonnen haben Alle Brücken auf dem Wuppertaler Abschnitt der A 46 müssen erneuert werden, die Galerie Hansastraße wird genau wie die Galerie Sternenberg auf den erforderlichen sicherheitstechnischen Stand gebracht. Rund 150 Millionen Euro werden in den kommenden Jahren zwischen Sonnborner Kreuz und dem Kreuz Nord verbaut. Der Umbau des Kreuzes Wuppertal-Nord schließt sich ab 2021 an.