Station Natur und Umwelt: Der Garten soll barrierefrei werden

Station Natur und Umwelt: Der Garten soll barrierefrei werden

Das Gelände der Station Natur und Umwelt soll umgestaltet werden. Die Stadt braucht Fördermittel.

Die Station Natur und Umwelt (StNU) soll ein neues Außengelände bekommen. Mit diesem Thema befassen sich die Mitglieder des Umweltausschusses an diesem Dienstag. Finanziert werden soll das Projekt mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“, heißt es in der Verwaltungsvorlage. Voraussichtlich im Herbst wird laut Angaben der Stadt darüber entschieden, ob die Maßnahme zu den geförderten Projekten des Programms zählt. Ist das der Fall, könnten die Arbeiten wahrscheinlich im kommenden Jahr beginnen und 2021 fertig werden.

Kosten sollen bei rund
2,5 Millionen Euro liegen

Zur Station gehört neben einem Gebäude auch ein öffentlich zugängliches, sieben Hektar großes Außengelände mit unterschiedlichen Biotopen. Die Freianlagen hätten sich mit den Jahren stückchenweise immer weiterentwickelt, ohne dass eine Gesamtkonzeption vorgelegen hätte, heißt es weiter in der Ausschussvorlage der Verwaltung. Sowohl vom Gesamtzustand her als auch im Hinblick auf gestiegene Anforderungen in Sachen Inklusion und Barrierefreiheit sei eine Überarbeitung dringend notwendig geworden.

Schon länger befassen sich die Verantwortlichen mit einer Umsetzung. Im Jahr 2015 hat das Team der Station Natur und Umwelt in Kooperation mit der Hochschule Geisenheim einen Ideenwettbewerb mit den Studenten des Fachbereichs Landschaftsarchitektur zum Außengelände der Station ausgeschrieben. Im Mittelpunkt stand dabei die barrierefreie Erschließung der Lehrbiotope, aber auch eine ansprechende Gestaltung sollte nicht zu kurz kommen.

Alle Ideen des Wettbewerbs waren mit weitreichenden Veränderungen verbunden, denn für barrierefreie Zugänge sei in jedem Fall ein neues Wegesystem notwendig, heißt es von Seiten der Verwaltung. „Eine Projektgruppe mit Vertretern der drei Säulen hat das Außengelände hinsichtlich der Qualität und Zukunftsfähigkeit überprüft und gewertet und kam zu dem gleichen Ergebnis.“

Den Entwurf für die Neugestaltung des Geländes erarbeiteten Mitarbeiter des Ressorts Grünflächen und Forsten 2017. Ihm zufolge soll ein Großteil des Geländes barrierefrei sein. Nur einige Verbindungswege, etwa durch den „Wald der Sinne“ oder den „Räuber-, Feen- und Märchenwald“, wären ausgenommen. In der Nähe des Zugangs auf das Gelände ist ein zentraler Platz vorgesehen, von dort aus sind die unterschiedlichen Biotope und Bereiche erreichbar. Unter anderem gibt es auf dem Gelände einen Felsengarten, einen Fledermausgarten und einen Ackerlehrpfad, eine Wildblumenwiese und eine Schafweide.

Die Kosten werden auf rund zweieinhalb Millionen geschätzt. Vorausgesetzt die Förderung wird bewilligt, werden 90 Prozent der Kosten aus dem Investitionspakt finanziert. Der kommunale Anteil läge somit bei 250 000 Euro.

Im Haushaltsplan 2018/2019 ist für dieses Projekt bisher ein Eigenanteil in Höhe von 240 000 Euro (je 120 000 Euro in 2019/2020) vorgesehen. Wenn der Rat zustimmt, die Förderung zu beantragen, sollen im Haushaltsplan 2020/2021 je 125 000 Euro in den Jahren 2020 und 2021 berücksichtigt werden. Derzeit steht dies laut Stadt aber unter dem Vorbehalt der Finanzierbarkeit.

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