Interview: „Der Bärenklau verbreitet sich explosionsartig“

Interview: „Der Bärenklau verbreitet sich explosionsartig“

Annette Berendes vom Ressort Grünflächen rät, die ganze Pflanze auszustechen — unbedingt, bevor sie blüht.

Was ist Bärenklau eigentlich genau?

Foto: Andreas Fischer/

Annette Berendes: Bärenklau ist eine sogenannte invasive Pflanze, das bedeutet, dass sie im 19. Jahrhundert aus dem Kaukasus eingeschleppt wurde. Der Bärenklau kann bei Kontakt die Gesundheit schädigen.

Inwiefern ist Bärenklau giftig?

Berendes: Die Pflanze enthält den Inhaltsstoff Furocumarine, welcher in Verbindung mit Sonnenlicht zu Verbrennung auf der Haut führt.

Wo wächst Bärenklau?

Berendes: Es wächst eigentlich überall, doch besonders gerne in feuchten Gebieten wie an der Wupper.

Kommt Bärenklau vermehrt vor in dieser Region?

Berendes: Er kommt hier genauso oft vor wie in anderen Regionen. Zum Problem wird Bärenklau insbesondere in Naturschutzgebieten, dort muss aktiv dagegen vorgegangen werden.

Wie schnell verbreitet es sich?

Berendes: Der Bärenklau hat eine sehr hohe Anzahl an Samen. Daher kann er sich explosionsartig durch Wind, Wasser und auch über Tiere verbreiten.

Wann blüht Bärenklau?

Berendes: Seine Blüte hat die Pflanze im Juni/Juli, etwa drei bis acht Wochen lang.

Wie kann man Bärenklau am effektivsten entfernen?

Berendes: Es empfiehlt sich, die Pflanze vor der Blüte runterzuschneiden und den Bärenklau anschließend auszustechen.

Was muss man bei der Entfernung beachten?

Berendes: Bei der Entfernung sollte auf jeden Fall Schutzkleidung getragen werden, um Verbrennungen zu verhindern.

Kann man Bärenklau in der grünen Tonne entsorgen?

Berendes: Man sollte Bärenklau auf keinen Fall in der grünen Tonne entsorgen, da sich so die Samen weiter verbreiten. Stattdessen sollte man die Pflanze im normalen Müll entsorgen, wo sie verbrannt wird.

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