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Der Arrenberg als Forschungsobjekt

Der Arrenberg als Forschungsobjekt

Studenten der Bergischen Uni wollten mehr über das Leben der Wuppertaler erfahren.

Wuppertal. Wissen angehende Lehrer, wie die Schüler ihre Stadt wahrnehmen? Für einige Lehramtsstudenten der Geographie an der Bergischen Universität Wuppertal, lässt sich dies mit „Ja“ beantworten. Ein Semester lang konnten sie im Rahmen verschiedener Seminare in der Stadt forschen. Es ging darum, die Forschung auf die Straße zu bringen und mehr über das Leben der Menschen in Wuppertal zu erfahren.

Am Donnerstag stellten die Studierenden an der Bergischen Universität ihre Ergebnisse aus. Im Seminar „Kindheit und Jugend am Arrenberg“ gingen sie, unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Keil der Frage nach: Was bedeutet es, am Arrenberg aufzuwachsen?

In einem weiteren Seminar zogen die Studierenden aus, um herausfinden, ob und wie die Nordbahntrasse als Schulweg genutzt wird. Im Seminar zur Kindheit und Jugend am Arrenberg ging es den Studierenden um eine Annäherung aus Kinderperspektive. Dafür traf sich eine Gruppe mit Kindern und Jugendlichen im Jugendtreff Arrenberg. Zusammen erstellten sie eine Karte, auf der zu sehen ist, wo die Kinder sich gerne aufhalten. „Damit wollten wir die Lieblingsorte der Kinder herausfinden“, sagt die Studentin Ursula Steffen.

Auch die Kindheit der älteren Bewohner wurde mit den Erfahrungen von heute verglichen. Tabita Szillus und ihre Mitstudenten tauschten sich dafür mit Senioren des Begegnungszentrums am Arrenberg aus. Wie haben die Alten damals gespielt? Ihr Fazit: „Früher wurde mehr Zeit draußen verbracht.“ Es wäre kreativer mit den einfachen Möglichkeiten umgegangen worden, die den Kindern zur Verfügung standen, sagt Szillus.

Im Seminar „Nordbahntrasse - Wie können Schulwege nachhaltiger gestaltet werden“ befragten die Studierenden Schüler eines Gymnasiums und einer Grundschule ob sie die Nordbahntrasse auf dem Weg zur Schule nutzen. Mira Schraven, die Leiterin des Seminars, meint zu den Ergebnissen: „Es gibt Spielraum nach oben.“ Noch nutzen nur wenige Schüler die Trasse als Schulweg. Dennoch würde sie von den Kindern angenommen.

Damit die Kinder die Nordbahntrasse besser kennenlernen, organisierte die Studentin Svenja Müller in ihrer Gruppe für Schüler der Else-Lasker-Schüler-Gesamtschule eine Geocatching-Aktion. Dabei mussten die Kinder mithilfe eines GPS-Gerätes versteckte Plastikzylindern entlang der Trasse aufspüren, in denen sich Fragen zum Thema Nachhaltigkeit und zur Nordbahntrasse befanden. „Es ist super bei den Kindern angekommen“, sagt sie.

In vier verschieden Seminaren konnten Studenten der Geographie an der Bergischen Universität zusammen mit Partnern außerhalb der Uni ihre Stadt erforschen.