Offen gesagt Ein Danke reicht nicht

Meinung | Wuppertal · Die Demokratie ist unter Druck geraten, aber die Strukturen stehen. Dafür sorgen auch Wuppertaler Lokalpolitiker. Und dafür haben sie mehr verdient als einen Dank zum Abschied. Ein Kommentar.

Burkhard Rücker

Burkhard Rücker

Foto: Matthi Rosenkranz

Burkhard Rücker hat sein Amt zur Verfügung gestellt. Der Christdemokrat ist nicht mehr Bezirksbürgermeister von Oberbarmen. Dieses Ehrenamt bekleidet nun Heike Reese von der SPD. Rücker ist in den Ruhestand getreten, mit 76 Jahren, nach mehr als einem Jahrzehnt in der Kommunalpolitik. Auf solche Entscheidungen folgen die üblichen Lobreden, die Danksagungen, und dann sind die lokalen Politiker zumeist fast auch schon wieder vergessen. Wie Eberhard Hasenclever von der SPD, der über Jahrzehnte für die Wuppertaler im Bezirk Langerfeld-Beyenburg gekämpft hat, wie Bettina Brücher von den Grünen, die diese Stadt als ehrenamtliche Bürgermeisterin vertrat, wie so viele andere Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker der FDP, der Grünen, der SPD, der CDU, der Freien Wähler. Sie alle haben zusammengerechnet Jahre ihrer Freizeit damit zugebracht, Wuppertal und seinen Bürgern zu dienen. Sie beschäftigten sich mit den Alltagsthemen, beantworteten Fragen dazu, wie es sich in dieser Stadt leben, wohnen, bewegen lässt. Ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger tun das noch heute.