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Dem Freibad Mählersbeck schlägt die letzte Stunde

Dem Freibad Mählersbeck schlägt die letzte Stunde

Die Stadt soll einen Standort für einen Neubau suchen.

Nächstebreck. Momentan laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, damit die Badesaison im Freibad Mählersbeck, im Volksmund „Mä“ genannt, planmäßig am 1. Mai starten kann. Es könnte allerdings eine der letzten in Wuppertals einzig verbliebenem städtischen Freibad sein.

Die geplante Sanierung von den Sanitäranlagen über die Technik bis zu den Becken hat sich als so aufwändig erwiesen, dass die im Haushalt 2016 dafür eingeplanten fünf Millionen Euro nicht ausreichen könnten. Parallel soll nun nach einem Alternativstandort im Wuppertaler Osten gesucht werden, an dem für das zur Verfügung stehende Geld ein zeitgemäßes Bad mit höherem Freizeitwert entstehen könnte.

Diesen Auftrag haben Gebäudemanagement und Sportamt am Mittwoch vom Sportausschuss erhalten, nachdem Sportdezernent Matthias Nocke dort die Ergebnisse des Sanierungskonzepts vorgestellt hatte.

„Außer Frage steht, dass wir weiter ein städtisches Freibad im Wuppertaler Osten betreiben wollen“, so Nocke. Oberbarmen sei ein guter Standort, da der Stadtteil wachse und die Menschen dort einen Anspruch auf attraktive Freizeitmöglichkeiten hätten.

Knackpunkt bei einer Sanierung des bisherigen Bades, das für Generationen von Wuppertaler Kindern im Sommer einen Anziehungspunkt dargestellt hat, ist das Baurecht. Nocke: „Es handelt sich um eine Komplettsanierung. Das heißt, die alte Betriebsgenehmigung würde erlöschen.“ Für eine neue würden die inzwischen viel strengeren gesetzlichen Vorschriften gelten, angefangen vom Nachweis von 80 Parkplätzen, über Bodengutachten, Schallschutzwände bis hin zu Abstandsflächen zur Nachbarschaft.

Bei einer ersten Kostenschätzung sei das Gebäudemanagement auf sechs Millionen Euro gekommen, so Nocke. Er sei überzeugt, dass man für das gleiche Geld an anderer Stelle mehr erhalten könne.

„Das alte Bad soll aber in jedem Fall so lange geöffnet bleiben, bis ein neues fertig ist“, nennt Peter Vorsteher (Grüne), Vorsitzender des Sportausschusses, eine Forderung der Politik. Der Kämmerer hat laut Nocke in Aussicht gestellt, dass Mittel für Personal bereitgestellt würden. „Ich gehe davon aus, dass wir das Bad bis zum Verzehr noch betreiben können“, sagt Nocke im Verwaltungsdeutsch und meint damit die Jahre 2015 und 2016.