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Das Von der Heydt-Museum Wuppertal nutzt den Lockdown für Bauarbeiten

Museen im Lockdown : „Wir nutzen die Zeit für Bauarbeiten“

Im Wuppertaler Von der Heydt-Museum wird die nächste Schau vorbereitet. Dabei werden auch einige kleine Bauarbeiten durchgeführt.

Die Kulturstätten der Stadt müssen auch im zweiten Lockdown für den Publikumsverkehr geschlossen bleiben. Aufführungen und Proben finden größtenteils im Virtuellen statt, ganz leer stehen die Räumlichkeiten also selten. Die Zeit der Schließungen bietet die Möglichkeit, die Gebäude vorzubereiten, anfallende Bauarbeiten schnell zu erledigen.

„Wir nutzen die Zeiten der Schließungen, um kleine Bauarbeiten durchzuführen“, berichtet Andrea Nickl vom Gebäudemanagement Wuppertal (GMW). Sie ist zuständig für die Kulturgebäude der Stadt. „Das machen wir insgesamt um den ganzen Gebäudebestand herum. In manchen ist aber nichts nötig.“ Denn aufgrund der eingeschränkten Nutzung im vergangenen Jahr gebe es gar nicht so viele Tätigkeiten, die anfallen.

Einzelne Arbeiten sind auch erst durch die Corona-Pandemie nötig geworden, zum Beispiel die, die eine Fensterlüftung am Opernhaus ermöglichen. Im Opernhaus werden grundsätzlich nur kleinere Dinge erledigt. „Das, was man im Vorbeigehen sieht“, sagt Sara Teckenberg aus der Marketing, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Oper. Anders als in den Schulen und Schwimmbädern gebe es in den kulturellen Einrichtungen keine größeren Renovierungs- und Sanierungsarbeiten, fasst Andrea Nickl vom GMW zusammen.

Im Von der Heydt-Museum nutzt man den Februar, um die kommende Ausstellung vorzubereiten. „Die Räume im Mezzanin müssen dafür hergerichtet werden“, sagt Marion Meyer, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit des Museums. Momentan befinde sich im Zwischengeschoss des Gebäudes noch die Ausstellung von Hanns-Jörg Vogt und Ingrid Amslinger. Die Ausstellung „Goldene Zeiten – die Sammlung der niederländischen Kunst und ihre Geschichte(n)“ sollte eigentlich am 28. Februar eröffnen. Aufgrund der Corona-Pandemie werde das wohl verschoben werden. „Wir bauen die Ausstellung aber trotzdem schon auf, damit wir im Zeitplan sind und fertig sind, sobald wir wieder aufmachen können“, so Meyer. Größere Baumaßnahmen gebe es nicht, einige Zwischenwände im Mezzanin wurden entfernt. Ohne Publikumsverkehr sei man jetzt freier, wann man Lärm bei den Arbeiten machen könne. „Wenn in einer Etage Dreck gemacht wird, haben wir jetzt die Möglichkeit, die anderen Etagen komplett zu schließen“, ergänzt sie. Das gehe nicht, wenn Museumsbesucher durch die Etagen schlenderten.

Im Kulturzentrum Immanuel laufen CD-Produktionen weiter

In privaten Einrichtungen sieht es nicht anders aus. Im Kulturzentrum Immanuel beispielsweise finden auch während des Lockdowns weiterhin CD-Produktionen statt. Die Räumlichkeiten stehen also selten leer. „Die Kirche ist bekannt für die Akustik“, meint Geschäftsführerin Janine Ballein. „Die Produktion ist aktuell noch möglich. Viele nutzen die Zeit des Lockdowns jetzt natürlich.“ Vorgezogene Arbeiten gibt es nicht. Die geplante Umstellung der kompletten Beleuchtung auf LED werde aus dem vergangenen Jahr noch fortgeführt. Nun warte man, dass der Antrag für das Förderprogramm „Neustart Kultur“ genehmigt werde. Dann seien größere Sanierungs- und Umbauarbeiten im Obendiekhaus geplant, die Sanierung der Toiletten und eine barrierefreie Gestaltung des Gebäudes etwa.