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Das Start-up „Nest“ will Unternehmen und junge Menschen zusammenbringen

Wirtschaft : Das Start-up „Nest“ will Unternehmen und junge Menschen zusammenbringen

Berufsorientierung: Die Bildungs-Bar eröffnet an der Hochstraße und soll Azubis und Unternehmen zusammenbringen.

Ein Lokal, in dem es um den Austausch zu Ausbildung, Studium und Beruf gehen soll und wo junge Menschen, die sich mit Fragen zu diesen Themen beschäftigen, auf Unternehmen treffen – das ist das Konzept der „Bildungs-Bar“ von Patrick Nekola und Mike Stoeck. Die beiden jungen Gründer des Berufsorientierungs-Start-ups „Nest“ wollen damit ein Standbein für ihre Arbeit setzen, die nun mit dem persönlichen Kontakt vor Ort mehr junge Leute als bisher erreichen soll.

Nekola und Stoeck lernten sich kennen, als sie gemeinsam ihren Elektrotechniker machten.

Ladenlokal an der
Hochstraße soll im August öffnen

Nach dem Abschluss vor zwei Jahren war ihnen klargeworden, dass sie trotz ihrer technischen Berufe den zwischenmenschlichen Kontakt bevorzugen. Doch Berufswahltests „waren teilweise erschreckend“, erzählt Nekola. So entstand die Idee, selbst eine Anlaufstelle aufzubauen, bei der sich beraten lassen und ein Überblick verschafft werden kann. Gemeinsam mit einem Psychologen entwickelten die beiden einen Persönlichkeitstest, der die Grundlage von „Nest“ bildete.

Es sollte ein „ganzheitliches Bild“ über Interessen, Motivation und Kompetenzen entstehen, so Nekola, denn: „Nur weil ich etwas gut kann, mache ich es noch nicht gerne – genau wie andersherum.“ Doch die Resonanz ließ zu wünschen übrig. Die Lösung besteht für die beiden Geschäftsführer im Aufbau der Bildungsbar. Anfang des Jahres wurde ein Ladenlokal an der Hochstraße renoviert, das voraussichtlich im August endgültig seine Tore öffnen wird.

Das Konzept besteht aus mehreren Veranstaltungen, in deren Rahmen sich junge Leute ein Bild über ihre beruflichen Vorstellungen machen sollen sowie Unternehmen die Möglichkeit bekommen sollen, ebenjene für sich zu gewinnen.

Quiz-Abende und
interaktive Seminare geplant

So können Firmen beispielsweise zwei Mal im Monat die Bühne des Lokals mieten, um sich dem Publikum aus interessierten Jobanwärtern zu präsentieren. Auch Quiz-Abende oder interaktive Seminare zu Themen wie Bewerbung und Persönlichkeitsentwicklung sind geplant. Mike Stoeck erläutert: „Es gibt das Problem Fachkräftemangel. Wir möchten Ausbildungen attraktiver machen.“

In der Tat sinken die Bewerberzahlen seit langem – nicht nur wegen Corona. So führt die Statistik der Bundesagentur für Arbeit in Wuppertal aktuell einen Rückgang von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf.

Für Interessierte sind die Angebote kostenlos. Finanziert wird das Lokal über kooperierende Unternehmen. Dennoch wollen Nekola und Stoeck so breit wie möglich informieren. „Unabhängig von den Kooperationspartnern ist das Hauptziel, dass jeder einen passenden Beruf findet.“