Mitteilung Das sind die Preisträger der Wuppertaler Literatur Biennale 2024

Wuppertal · Die siebte Ausgabe der Wuppertaler Literatur Biennale wird vom 3. bis 11. Mai 2024 zum Thema „Vom Verschwinden“ stattfinden.

Den mit 5000 Euro dotierten Hauptpreis erhält Orhan Erdem für seine Erzählung „Ein unser Dorf“.

Den mit 5000 Euro dotierten Hauptpreis erhält Orhan Erdem für seine Erzählung „Ein unser Dorf“.

Foto: BAHAR KAYGUSUZ​

Orhan Erdem erhält den Preis der Wuppertaler Literatur Biennale 2024 für seine Erzählung „Ein unser Dorf“. Er ist bereits der sechste, der die Auszeichnung von der Stadt und der Kunststiftung NRW gestifteten, mit 5000 Euro dotierten Preis erhält.

Die beiden mit 1000 Euro verbundenen Förderpreise gehen an Lili Aschoff für „Ein Dachboden voller Genies“ und Maria Marggraf für „Invasive Arten“. Für den Preis, mit dem der literarische Nachwuchs gefördert wird, hatten sich 227 Autorinnen und Autoren unter 35 Jahren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum mit einem Text zum diesjährigen Biennale-Thema „Vom Verschwinden“ beworben. Die Preisverleihung eröffnet die Biennale, die thematische Rede hält Lena Gorelik – am Sonntag, 5. Mai, um 11 Uhr im Kronleuchterfoyer des Opernhauses. Die Moderation übernimmt Şeyda Kurt.

In ihrer Begründung würdigte die Jury, die „verspielte aber klare Sprache für das kollektive Wir, das erzählt: Von den... zwölftausend Jahren alten Kalksteinhöhlen, dem ehemaligen Schulgebäude, der komplizierten Beziehung der Dorfbewohner zum Tigris, einem Fluss, der sie ihr Leben lang begleitet hat, der nun gestaut werden und ihre Häuser, ihr Dorf, ihre Geschichte überfluten wird“. Sein Werk sei zeige eindrücklich, wie fragil Natur und Kultur, wie Ökologie und menschliche Geschichte miteinander verwoben sind.

Orhan Erdem, 1989 geboren, lebt in Berlin. Er studiert Literarisches Schreiben am Literaturinstitut in Leipzig und Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst in Wien. In seinen Texten sucht er nach einer sprachlichen Gestaltung des Spannungsverhältnisses zwischen Kollektiv und Individualität, zwischen Flucht und Heimkommen.

Maria Marggraf (Jahrgang 1991) lebt in Basel. Sie ist Produktionsleiterin des Lyrikfestivals Basel und literarische Stadtführerin. Sie arbeitet gerne gattungsübergreifend. Unter anderem gestaltete sie einen lyrischen Ausstellungsrundgang im Forum Würth Arlesheim. 2022 erschien ihr Lyrikdebüt “am morgen der schildkrötenpanzer”.

Lili Aschoff, (geboren 1990), studierte Visuelle Kommunikation in Budapest. Sie arbeitet als Grafikdesignerin und Autorin, seit 2019 schreibt sie regelmäßig Buchbesprechungen für das Fresko Magazin. 2021 erschien „Das Leben ist hart. Benimmbuch für junge Leute“ – ein ironischer Reiseführer durch die Welt der Jugend.
Der Jury gehören 2024 Dr. Luisa Banki (Literaturwissenschaftlerin), Annika Domainko (Schriftstellerin, Preisträgerin 2022), Prof. Gerold Theobalt (Dramaturg), Svenja Reiner (Literaturvermittlerin) und Halim Youssef (Schriftsteller) an.

Die Preisverleihung ist immer einer der Höhepunkte der Wuppertaler Literatur Biennale, die traditionell mit einer Rede zum Biennale-Thema eröffnet wird. Diese wird in diesem Jahr von Lena Gorelik gehalten. Die Preisverleihung findet am Sonntag, 5. Mai 2024, um 11 Uhr im Kronleuchterfoyer des Opernhaus Wuppertal statt, die Veranstaltung wird moderiert von Şeyda Kurt.

(mws)
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