Nordbahntrasse: „Das Projekt ist vollends gelungen“

Nordbahntrasse : „Das Projekt ist vollends gelungen“

Die Nordbahntrasse verbindet Wuppertal jetzt mit fast 1000 Kilometern Radweg in NRW:

Wuppertal. Passend zu den guten Nachrichten feierten tausende Wuppertaler und Touristen gestern auf der Nordbahntrasse bei strahlendem Sonnenschein: Seit vier Monaten ist die Trasse durchgängig befahrbar und führt über Anbindungen wie die Korkenziehertrasse oder den Tunnel Schee lückenlos zu fast 1000 Kilometern Radweg nach Westfalen und ins Ruhrgebiet.

Bodo Middeldorf, Geschäftsführer der Bergischen Gesellschaft, freute sich über den Ansturm: „Wir haben alle lange daraufhin gearbeitet, um den Lückenschluss mit unseren Nachbarn zu schaffen.“ Das Fest sei vielmehr als nur Saisoneröffnung — es sei auch die Einweihung des Panorama-Radewege-Verbunds.

Unter den Rednern auf der Bühne befand sich neben den drei Oberbürgermeistern des Bergischen Städtedreiecks Peter Jung, Norbert Feith und Burkhard Mast-Weisz auch Carsten Gerhardt von der Wuppertalbewegung, der sich noch genau an die Anfänge erinnerte: „Ich weiß noch, wie wir das erste Mal von unserer Idee sprachen, einen sechs Meter breiten Weg als Fuß-, Rad- und Skaterweg zu schaffen. Wer braucht schon sechs Meter, hieß es damals. Heute ärgert man sich an schönen Tagen, dass es nur sechs Meter sind.“

Dass die Zusammenarbeit von Stadt und Wuppertalbewegung nicht immer ganz harmonisch verlief, gaben sowohl Gerhardt als auch Oberbürgermeister Peter Jung zu. „Trotzdem ist das Projekt vollends gelungen und die Fahrradfahrer können nun viele Ziele erreichen, an die vorher nicht zu denken war“, betonte Jung. Insbesondere der Tunnel Schee, dessen Nutzung aufgrund des Artenschutzes von Fledermäusen zeitweilig zur Diskussion stand, sei eine großartige Verbindung, um in die Metropole Ruhr zu gelangen.

Der Trassenabschnitt am Mirker Bahnhof war dank des schönen Wetters rappelvoll. Nicht nur Teilnehmer der Fahrradrallye, sondern auch viele Familien, Anwohner und Trassenfans kamen zusammen, um sich bei Essen, Getränken und guter Musik zu unterhalten.

Cedric Fabian Krambrich und Constanze Uhlmann fuhren bei der Rallye mit: „Gerade bei diesem Wetter hat man jetzt viel mehr Möglichkeiten zu fahren, das ist toll."

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