Aktion Das ist der Stand sechs Monate nach der WZ-Pflanzaktion in Wuppertal Cronenberg

Wuppertal · Unsere Zeitung hatte vor einem halben Jahr mit Lesern einen Teil des Waldgebiets aufgeforstet.

 Anja Polz vom WZ-Lesermarkt und Sebastian Rabe, Leiter des Wuppertaler Forstamts, freuen sich über die Entwicklung der Setzlinge.

Anja Polz vom WZ-Lesermarkt und Sebastian Rabe, Leiter des Wuppertaler Forstamts, freuen sich über die Entwicklung der Setzlinge.

Foto: ANNA SCHWARTZ

Dort, wo im Winter noch einiges kahl und grau wirkte, ist die Natur mittlerweile regelrecht explodiert. Grüner Wildwuchs steht im Kontrast zu lilafarbenem Fingerhut – und einer Menge Baumsetzlingen, die die freie Fläche im Cronenberger Waldgebiet füllen. Markiert sind die Bäumchen mit Bambusstäben, die ihre genaue Position verraten. Etwa 200 von ihnen hatte die WZ vor ganz genau sechs Monaten gemeinsam mit Leserinnen und Lesern gepflanzt. Wie die Setzlinge sich mit der Zeit wohl entwickelt haben?

Positive Entwicklung, doch Rehe sind ein Problem

„Grundsätzlich sind wir mit der Entwicklung sehr zufrieden. Es sieht so aus, als seien alle Bäume gut angewachsen, alle sind grün“, berichtet Sebastian Rabe, Leiter des Wuppertaler Forstamts, vor Ort.

Doch sie haben einen natürlichen Feind. „Ein bisschen ärgerlich ist, dass viele Rehe die oberen Triebe der Setzlinge abgebissen haben.“ Das sei ein großes Problem, erklärt er weiter. „Dadurch ist der Hauptwachstumstrieb erst einmal weg. Die Bäumchen müssen das dann mit einem Seitentrieb kompensieren, und wenn das zukünftig so weiter passiert, kann es sein, dass die Bäume es dann nicht mehr schaffen, zu überleben.“

Verschiedene Baumarten waren im Dezember gepflanzt worden: Traubeneiche, Winterlinde, Vogelkirsche, Esskastanie, Walnuss, Weißtanne und Mehlbeere. Neben der WZ hatten auch andere Firmen, Organisationen und Schulklassen Setzlinge gespendet und gepflanzt – um insgesamt 5000 kleine Bäumchen reicher ist das Waldstück laut Rabe dadurch geworden.

Der häufige und teils sehr starke Regen, den Wuppertal in den letzten Monaten erfahren hat, habe den Bäumchen nicht geschadet. Ganz im Gegenteil – er habe einen durchweg positiven Effekt gehabt: „Je mehr Regen die Bäume am Anfang abbekommen, desto größer ist die Chance, dass sie Wärmeperioden überstehen“, weiß Rabe.

Auch Anja Polz und Ingo Haarhaus von der WZ, die die Aufforstaktion begleiten, sind mit der bisherigen Entwicklung der Setzlinge zufrieden. „Ich bin begeistert davon, dass wirklich an jedem Bambusstäbchen, das wir hier damals gesetzt haben, auch wirklich noch der Baumsetzling ist“, freut sich Anja Polz vom WZ-Lesermarkt. „Auch, wenn durch die Rehe natürlich einiges abgebissen worden ist, hätte ich damit gerechnet, dass in dem letzten halben Jahr ganz viele Bäume gar nicht angehen würden.“ Dem stimmt auch WZ-Kundenberater Ingo Haarhaus zu. „Man kann sich nie sicher sein, wie die Bäume sich nach dem Einpflanzen entwickeln. Deswegen war das wirklich ein schönes Bild, das wir da heute gesehen haben.“