Das Holiday Inn Express soll internationale Gäste anlocken

Das Holiday Inn Express soll internationale Gäste anlocken

Der Rohbau ist fertig. Am Mittwoch wurde Richtfest gefeiert. Der Betrieb soll direkt mit der Übergabe im Januar starten.

Zentrum. Fünf Schnäpse durfte oder musste der Polier Torsten Lauschke trinken, bevor die Richtkrone in die Höhe gezogen wurde. Auf den Bauherren, die Stadt, die Architekten und Planer, die Handwerks- und Baugenossen sowie die Gäste, Mietparteien und Nachbarn. Viele davon waren am Mittwochvormittag im fertigen Rohbau des Hotels an der Ecke Wall/Schloßbleiche, um das Richtfest zu feiern.

Die Arbeiten am künftigen Holiday Inn verlagern sich damit nach innen — und sollen bis Januar 2019 abgeschlossen sein. Dann soll das Hotel als Holiday Inn Express in Betrieb gehen.

Dieter Esslinger vom Hotelbetreiber GS Star sagt, dann werde auch der Betrieb direkt losgehen. Der Hoteldirektor sei bereits eingestellt, der Sales Manager folge in Kürze. „Und einen Monat vor der Eröffnung haben wir das Team zusammengestellt“, sagt er. Die Möblierung der Zimmer geschehe im letzten Schritt, kurz vor Bauende, parallel.

Wie die Zimmer aussehen sollen, konnten die rund 50 Gäste schon sehen. Ein Beispielzimmer war schon eingerichtet — mit Doppelbett, Fernseher und kleinem Wandregal, in einem Winkel an der Tür versteckt. Dazu gibt’s einen Wasserkocher und Knöpfe an der Wand, die die Farben der Bettwäsche aufgreifen und wohl als Gardrobe dienen.

Auch das Bad war schon fertig — das ist aber nicht ungewöhnlich, wie Rudolf Jakoby von der ausführenden Firma Köster Bau sagte, denn die meisten Zimmer seien schon mit fertig gelieferten Badezimmern ausgestattet. Deswegen sagte er auch, man habe einen „sehr weiten Ausbaustand“, weswegen er zuversichtlich sei, den angepeilten Termin einhalten zu können.

Aktuell sieht das Hotel noch ziemlich unfertig aus — eben nach Rohbau. Kabel in verschiedenen Farben hängen von der Decke, die Belüftungsrohre sind an der Decke zu sehen, die Wände sind betongrau oder teils rosa grundiert. Jedenfalls an Farbakzenten mangelt es nicht, auch aktuell.

Das Fest fand im ersten Stock statt, wo später Rezeption und Gastronomie sein werden. Die späteren Gäste dürfen sich auf Schwebebahn-Anblicke beim Frühstück freuen. Das soll aber nicht das einzige Highlight sein. Denn wie alle Redner betonen, soll das Hotel durch die Nähe zum Döppersberg Teil des neuen Eingangsbereichs der Stadt sein — und damit Teil des anderen Highlights.

Davon zeigte sich auch Sebastian Schöll von Jürgen Engel Architekten begeistert. Der neue Döppersberg hatte es ihm angetan — „genau so ist es richtig“ — und Wuppertal an sich verfüge wie viele andere Städte dieser Größe über eine „unheimliche Dynamik“. Dem wolle man mit dem Gebäude Rechnung tragen.

Martin Bowen, von der InterContinental Hotels Group, der die Marke Holiday Inn Express gehört, sagte, Wuppertal sei keine B-Lage, sondern eine „1a-Lage“. Dass Wuppertal nach Angaben der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Düsseldorf-Wuppertal (NNG) zuletzt an Übernachtungen verloren hat, gleichzeitig aber mehr Hotels hier entstehen, sollte die Überzeugung unter den Beteiligten nicht trüben. Bowen sagte, dass die „internationale Hotellerie hier noch nicht stark vertreten“ sei. „Wir ändern das.“ Das angestrebte Alleinstellungsmerksmal, die angestrebte Zielgruppe war damit benannt.

Die Bauarbeiter durften dann feiern und sich feiern lassen. Alle beteiligten wünschten ihnen, dass die Bauzeit unfallfrei zu Ende gehe. Der Kanalschaden an der Schloßbleiche kam nicht zur Sprache.

Mehr von Westdeutsche Zeitung