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Darum gibt es wieder einen Wechsel in der Leitung von Bayer Wuppertal

Bayer Wuppertal : Eckelmann folgt auf Fleßner

Im Bayer-Werk an der Wupper soll die Impfstoffproduktion noch in diesem Jahr anlaufen.

In der Corona-Pandemie ticken so manche Uhren anders, und so hat Timo Fleßner am 1. April bereits nach einem Jahr die Leitung des Bayer-Standortes Wuppertal wieder an Maik Eckelmann übergeben. Fleßner konzentriert sich in Zukunft auf die Leitung der globalen Wirkstoffproduktion im Bayer-Konzern. Eine große Aufgabe, denn dies ist der Bereich, dem Bayer in seiner strategischen Ausrichtung eine herausragende Rolle zuordnet. Die ab dem Jahresende geplante Produktion des Curevac-Impfstoffes im Elberfelder Werk an der Wupper ist ein Beispiel dafür, und sie unterstreicht die gewachsene Bedeutung des Bayer-Standortes Wuppertal für den Gesamtkonzern.

Im Oktober des vergangenen Jahres hatte Timo Fleßner neben der Leitung des Standortes Wuppertal zusätzlich die Leitung der globalen Wirkstoffproduktion übernommen und damit die Verantwortung für weitere Standorte in Deutschland, Spanien und Mexiko. „Sechs Monate war ich mein eigener Chef, nun kann ich mich auf die globale Rolle fokussieren. Ich freue mich, dass wir in Maik Eckelmann einen hervorragenden Kollegen für Wuppertal gewinnen konnten“, sagt Timo Fleßner.

Maik Eckelmann hat an der TU Berlin Wirtschaftswissenschaften studiert. Der Diplom-Kaufmann war 2006 im Zuge des Kaufs von Schering zu Bayer gekommen. Nach mehreren Leitungspositionen übernahm er 2013 den Bayer-Standort Weimar, bevor er 2016 nach Sao Paulo wechselte. Zuletzt leitete er die chemischen und biologischen Standorte von Bayer in Latein-Amerika. „Ich übernehme in Wuppertal einen der spannendsten Standorte, die wir im Bayer-Konzern haben“, sagt Maik Eckelmann, den Timo Fleßner als „wichtiges Mitglied im Leitungsteam der globalen Wirkstoffproduktion“, bezeichnet.

Impfstoff Curevac soll ab dem Jahresende produziert werden

Aktuell sind rund 3500 Bayer-Mitarbeiter in Wuppertal beschäftigt. In diesen Tagen wurden mehr als 100 weitere Stellen für die Produktion von Curevac im Bayer-Werk ausgeschrieben. Timo Fleßner hofft, dass zum Jahresende mit der Produktion des Impfstoffs der Tübinger Firma Curevac begonnen werden kann. 160 Millionen Dosen des mRNA-Impfstoffs sollen 2022 in Wuppertal hergestellt werden.

„Die Produktion geschieht mitten im Werk. Dazu werden wertvolle freie Flächen in Bestandsgebäuden auf dem Werksgelände genutzt. Und es ist zusätzlich ein Neubau geplant“, so Fleßner. Er spricht von einer großen Motivation unter den Bayer-Mitarbeitern, innerhalb weniger Monate die Voraussetzungen zu schaffen. „Viele Mitarbeiter haben sich bei mir spontan gemeldet, und ihre Mithilfe für dieses Projekt angeboten“, sagt Timo Fleßner. Diese große Motivation trage dazu bei, dass die erforderlichen Anlagekapazitäten mit einer Riesengeschwindigkeit geschaffen werden könnten. In einem weiteren Schritt müssen Mitarbeiter qualifiziert und trainiert werden - das alles bei knapp bemessener Zeit und auf einem Gebiet, in dem sich Bayer noch in einer Lernphase befindet.

Die Zusammenarbeit mit Curevac ist aber nicht die einzige Herausforderung, vor der Timo Fleßner und Maik Eckelmann stehen. Es gelte, den Standort und seine Mitarbeiter sicher durch die Pandemie zu bringen und die Marktversorgung für wichtige Medikamente in allen bestehenden Bereichen aufrechtzuerhalten. Am Standort Wuppertal würden im Forschungszentrum auf Aprath und im Werk an der Wupper Forschung, Entwicklung und Produktion vereint. Es würden neue Medikamente und Wirkstoffe erforscht und produziert - in einem Wert von mehreren Milliarden Euro pro Jahr.