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Darum erhöht sich jetzt das Tempo der Impfungen in Wuppertal

Mehr Tempo und Pragmatismus : Darum erhöht sich jetzt das Tempo der Impfungen in Wuppertal

Es ist Bewegung in die vom Land NRW mit Argusaugen kontrollierte Impfreihenfolge gekommen. Bevor am 8. April die Gruppe der 70- bis 79-Jährigen an die Reihe kommt, appelliert die Stadt Wuppertal an alle Personen ab 80 Jahren.

Wer bisher keinen Impftermin vereinbart habe, wird gebeten (es besteht keine Impfpflicht), dies kurzfristig nachzuholen. Ebenso können sich alle über 80-Jährigen mit vergleichsweise spätem Termin (Mitte/Ende April) melden. Ihr Termin kann unter Umständen nach vorn gezogen werden, teilte die Stadt mit.

Eine Terminvereinbarung beziehungsweise eine Terminverschiebung ist nicht über die Stadt, sondern ausschließlich bei der Patienten-Hotline der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO) unter Tel. 0800 116 117 01 möglich. Hintergrund ist, dass das Land Nordrhein-Westfalen den Impfzentren aktuell mehr Impfstoff der Firma Biontech zur Verfügung stellt, als zum Zeitpunkt der Terminbuchungen absehbar war, so die Stadt. Jetzt gibt es also auch kurzfristig Kapazitäten für die Personengruppe über 80 Jahre.

Johannes Slawig, Leiter des Krisenstabs der Stadt Wuppertal, begrüßt, dass sich das Land NRW inzwischen flexibler bei der Reihenfolge der Impfungen zeige. „Das werte ich als Aufforderung zu einem schnelleren Impfen und pragmatischeren Vorgehen“, sagt Slawig, der den Sinneswandel zu Beginn der Woche vom Land eingefordert hatte. In diesem Zusammenhang habe er sich missverständlich ausgedrückt, so Slawig. Nicht alle über 80-Jährigen in Wuppertal seien bereits geimpft, aber für sie seien feste Termine vereinbart worden.

Die Impflinge im Alter von 70 bis 80 Jahren werden von NRW-Gesundheitsminister beginnend mit den 79-Jährigen angeschrieben. Angelaufen sind die Impfungen von Menschen mit schweren Vorerkrankungen und von Personen, die das Impfzentrum aus gesundheitlichen Gründen nicht aufsuchen können. Diese Gruppe wird von mobilen Impfteams versorgt, wobei jeweils zwei pflegende Kontaktpersonen mitgeimpft werden können.

Mit Stand 25. März waren in Wuppertal 48 676 Impfungen erfolgt, darunter 33 889 Erstimpfungen. Die Zeit drängt, denn der Inzidenzwert, der am Freitag in Wuppertal bei 165,07 lag, hat  sich am Sonntag auf knapp 180 erhöht.

Kurzfristig wurden am Freitag 320 Personen mit Vorerkrankungen, am Samstag 350 und am Sonntag 450 geimpft. In der vergangenen Woche fanden rund 120 Impfungen in der Altenpflege  bei neuen Bewohnern der Einrichtungen statt. Ab Montag werden pflegebedürftige Personen zu Hause geimpft.