Dank öffentlicher Zuschüssen werden mehrere Großprojekte gestartet

Sportstätten : Wuppertal investiert 13 Millionen Euro in Sportstätten

Die Stadt investiert auch in diesem Jahr umfangreich in den Sport und die Vereine.

Auch im Jahr 2019 will die Stadt kräftig in bestehende und neue Sportstätten investieren. Rund 13 Millionen Euro sollen in Plätze, Hallen und Bäder fließen. Das geht aus dem Investitionsprogramm von Sportamt und Gebäudemanagement hervor, wobei für den Start einiger größerer Maßnahmen noch die Zustimmung von Sportausschuss (6. Februar) und Rat (25. Februar) nötig ist. Doch der Rahmen ist abgesteckt, wie Sportamtsleiter Norbert Knutzen und sein Stellvertreter Thomas Hornung betonen. Beim Thema Sportplätze sollen dabei mit der Grundstraße und dem Schönebecker Platz von Viktoria Rott auch wieder zwei Großvorhaben an den Start gehen und - zumindest was die Kunstrasenspielfelder und sonstigen sportlichen Anlagen angeht, in diesem Jahr fertig werden. Die größten sind:

Sportplatz Grundstraße

Hier soll nach dem Ratsbeschluss im Frühjahr die Ausschreibung erfolgen. Vorgesehen ist ein Kunstrasenspielfeld auf dem jetzigen Ascheplatz sowie eine 400-Meter-Kunststofflaufbahn inklusive leichtathletischer Anlagen für den Schulsport. Die sollen noch in diesem Jahr fertig werden. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme, zu der noch ein neues Sportplatzhaus gehört, ist für 2020 vorgesehen. Ins Gesamtvolumen von 2,4 Millionen fließen 600 000 Euro Landesgelder aus dem Programm „Gute Schule“ ein. Nach Fertigstellung soll der Sportplatz Clausewitzstraße aufgegeben und zur Gewerbefläche gemacht werden. Der dort beheimatete Verein Hellas wird dann zum CSI Milano mit an die Grundstraße ziehen.

Schönnebecker Platz

Ebenfalls nach erfolgtem Durchführungsbeschluss soll es an die Modernisierung des Sportplatz des SV Viktoria Rott gehen. Zum Gesamtvolumen von 1,65 Millionen Euro gibt es einen Zuschuss zur Quartiersförderung vom Land von 1,48 Millionen Euro. Thomas Hornung hofft, dass noch im Sommer der Kunstrasen fertig werden könnte. Ob das auch für die Leichtbauhalle über dem Kleinspielfeld gelte, könne man noch nicht sagen. „Da die personellen Kapazitäten des Grünflächenamts mit dem Projekt in Langerfeld erschöpft sind, machen wir die Planung, das könnte etwas länger dauern, weil wir uns das Know-How erst aneigenen müssen“, sagt Norbert Knutzen.

Ein vergleichsweise kleines Projekt ist das Kunstrasenkleinspielfeld am Gelben Sprung vor dem Eingangsgebäude, das die Konflikte zwischen Fußballern und American Footballern entschärfen soll. Hier hoffe man auf eine Fertigstellung bis zum Sommer. Veranschlagte Kosten: 150 000 Euro.

Freibad Mählersbeck

Beim Freibad Mählersbeck hofft die Stadt weiter auf Mittel aus dem Bundesprogramm zur Infrastrukturförderung. Das Ausmaß der Sanierung würde laut Norbert Knutzen rund elf Millionen betragen, nur fünf Millionen sind im städtischen Haushalt dafür zurückgestellt. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt mit der Mählersbeck keinen Zuschlag aus dem Programm bekommen, doch das sei neu aufgelegt. Wer Geld erhält, wird wohl im Frühjahr entschieden.

Sporthallen

Beim Neubau der Sport- und Turnhalle an der Nevigeser Straße laufe gerade das Ausschreibungsverfahren für einen Generalunternehmen. Fertig werden soll die Halle 2020.

Deutlich schneller gehen soll es bei der denkmalgeschützten Stadionturnhalle. Der Plan ist, sie Mitte Mai an den WSV zu übergeben. Derzeit ist sie innen noch im Rohbauzustand. Komplett saniert werden soll 2019 das undichte Dach des Gartenhallenbades Cronenberg. Der Bauzeitraum stehe allerdings noch nicht fest, so Norbert Knutzen, der hofft, dass die Baukonjunktur mit ihren aktuellen Preissteigerungen der Realisierung aller Projekte nicht im Wege steht.

Viele Investitionen in den Breitensport also, wobei Norbert Knutzen die etwa vom BHC geäußerte Kritik, die Stadt tue proaktiv zu wenig für den Spitzensport, nicht ganz nachvollziehen kann. „Wir haben im vergangenen Jahr 3,7 Millionen Euro ins Schwimmleistungszentrum gesteckt und die Uni-Halle lichttechnisch hochgerüstet.“ Inzwischen sei auch die personelle Lücke, die nach dem Wechsel von Uni-Hallen Manager Frank Herfeld in die Personalvertretung entstanden sei, wieder geschlossen.

Mehr von Westdeutsche Zeitung