Cronenberger Heimat- und Bürgerverein will eine neue Ortsmitte

Bürgerbudget : Cronenberger Heimat- und Bürgerverein will eine neue Ortsmitte

Das Geld aus dem Bürgerbudget will der Heimat- und Bürgerverein dafür verwenden, einen Platz für alle zu schaffen.

Das öffentliche Leben spielt sich häufig auf Plätzen ab. Was ist, wenn es in einem Ortszentrum keinen solchen Platz gibt? Dann fehlt etwas, so wie in Cronenberg. Der Ortsteil von Wuppertal zeichnet sich durch seine schmucke Fachwerkbebauung aus, aber einen Platz, auf dem die Cronenberger zusammenkommen können, sucht man vergeblich. Das will der Heimat- und Bürgervereins Cronenberg ändern.

Ziel ist es, einen zentralen Treffpunkt zu schaffen, der das Gemeinschaftsgefühl in Cronenberg stärken würde und für alle eine neue Anlaufstelle wäre. Der Platz soll vor der Reformierten Kirche an der Solinger Straße und in unmittelbarer Nähe des TIC Theaters entstehen. Die Pläne werden in enger Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirche, der der Platz gehört, abgestimmt. In einem ersten Schritt soll das Häuschen, das bislang eine Toilettenanlage und einen Lagerraum beherbergt, in der zweiten Jahreshälfte abgerissen werden. „Der bisherige Platz soll größer gemacht werden“, sagt Rolf Tesche, Vorsitzender des Heimat- und Bürgervereins Cronenberg.

Nach ersten Plänen soll der Platz begrünt und eine Pergola aufgestellt werden. Und es soll Parkplätze für die Kirchen- und Theaterbesucher geben. „Wir wollen einen Platz mit Aufenthaltsqualität gestalten“, sagt Rolf Tesche. Auf dem zentralen Platz könnten der Wochenmarkt sowie die Cronenberger Kirmes oder der Weihnachtsmarkt stattfinden. Auch die Werkzeugkiste hätte dort einen neuen Veranstaltungsort.

„Von dem Platz würde ganz Wuppertal profitieren“, verspricht Tesche. Denn zu den Veranstaltungen in Cronenberg kommen viele Wuppertaler aus anderen Stadtteilen, weil bekannt ist, dass „Feste bei uns schön gefeiert werden“. Die Planungen für die neue Ortsmitte werden bereits seit längerem vom Heimat- und Bürgerverein Cronenberg vorangetrieben. Die ersten Entwürfe liegen vor. Der Start ist für die zweite Hälfte 2019 geplant. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 vorgesehen , pünktlich zu der 250-Jahr-Feier der Reformierten Kirche im Jahr 2021.

Die Kosten für den neuen Platz betragen 150 000 Euro

Die Gesamtmaßnahme wird nach derzeitigen Schätzungen 150 000 Euro kosten. „Der Platz muss gepflastert werden, außerdem müssen Betonarbeiten vorgenommen werden sowie Anschlüsse für Veranstaltungen bereitgestellt werden“, zählt Tesche die Posten zusammen. Der Heimat- und Bürgerverein Cronenberg hofft, einen Großteil finanzieren zu können. Unterstützung erhält er von Wuppertaler Bürgern und Firmen. Auch von der Stadt Wuppertal erhofft sich der Verein Unterstützung – sowohl bei der Planung und Umsetzung als auch bei der Finanzierung.

Gründe, warum gerade die Schaffung einer neuen Ortsmitte unterstützt werden soll, kann Rolf Tesche auch nennen: Eine neue Mitte für Cronenberg würde den Stadtteil stärken. Der historische Ortsteil würde durch einen Platz neue Attraktivität gewinnen. „Letztendlich besteht Wuppertal nicht nur aus Elberfeld und Barmen“, sagt Tesche. Vieles würden die Cronenberger Bürger selbst machen, bei der Schaffung einer neuen Ortsmitte bräuchten sie Unterstützung aller Wuppertaler. „Wir hoffen auf genügend Zuspruch für unser Projekt“, sagt Rolf Tesche.

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