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Corona-Verdachtsfall in Wuppertal: Schule und Kindergarten bleiben geschlossen

Vorsichtsmaßnahme : Corona-Verdachtsfall in Wuppertal: Schule und Kindergarten bleiben geschlossen

Ein Mann aus Wuppertal weist nach einer Reise in die Lombardei Grippe-Symptome auf und wird nun als Corona-Verdachtsfall behandelt.

Weil ein Mann aus Wuppertal nach einer Reise in die Lombardei binnen der 14-tägigen Inkubationszeit Grippe-Symptome aufweist, behandelt ihn das Gesundheitsamt als Corona-Verdachtsfall. Um zu klären, ob er mit dem Erreger infiziert ist, hat das Gesundheitsamt einen sofortigen Test veranlasst, dessen Ergebnis bis Mitte der kommenden Woche vorliegen soll. Die Familie des Mannes befindet sich vorsorglich in häuslicher Quarantäne. Gegen den Corona-Verdacht spricht nach Angaben der Stadt, dass ein Schnelltest des Patienten auf eine Influenza-Infektion positiv war. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Patient mit beiden Erregern infiziert wurde.

Weil die Lebensgefährtin des Patienten, die selbst keine Symptome aufweist, an der Christian-Morgenstern-Schule arbeitet, bleibt die Schule zunächst bis Mittwoch geschlossen. Das gleiche gilt für den Waldorf-Kindergarten an der Schluchtstraße 21, den ein Kind aus der Familie besucht. Die Kinder im Haushalt sind bisher symptomfrei.

Kontaktpersonen von Wuppertaler Studentin negativ getestet

„Auch wenn sich alles noch als Fehlalarm entpuppen kann, müssen wir für den Fall einer positiven Corona-Diagnose schon jetzt alle potentiellen Übertragungswege möglichst unterbrechen“, erklärte Gesundheitsdezernent Stefan Kühn am Sonntag. „Daher ist dieser vorsorgliche Schritt unumgänglich.“

Entwarnung gibt es von Stefan Kühn für die Kontaktpersonen der Heinsberger Studentin, die in Wuppertal eine Klausur geschrieben hatte und die positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Bei ihren Kontaktpersonen sind laut Kühn keine Infektionen festgestellt worden, für sie endet am Montag die vorsorgliche Quarantäne.

In den katholischen Kirchen in Wuppertal wurden derweil Vorsichtsmaßnahmen getroffen: Die Weihwasserbecken wurden gelehrt, auf den Friedensgruß per Händedruck wird verzichtet, die Kommunion wird bis auf weiteres nur noch als Handkommunion ausgeteilt.

(red)