Service Corona-Selbsttests für Zuhause: So geht’s

Ab sofort gibt es Do-it-yourself-Corona-Tests für den Eigenbedarf. Sie ergänzen die neue Teststrategie der Bundesregierung mit kostenlosen Antigen-Schnelltests, auf die alle Deutschen einmal pro Woche ein Anrecht haben.

 Angelika Thalmann von der Wuppertaler Verbraucherzentrale.

Angelika Thalmann von der Wuppertaler Verbraucherzentrale.

Foto: Fischer, A. (f22)/Fischer, Andreas (f22)

Ab sofort gibt es Do-it-yourself-Corona-Tests für den Eigenbedarf. Sie ergänzen die neue Teststrategie der Bundesregierung mit kostenlosen Antigen-Schnelltests, auf die alle Deutschen einmal pro Woche ein Anrecht haben. Seit einigen Tagen werden die Corona-Selbsttests in Discountern, Apotheken und Drogerien angeboten.

Wie unterscheiden sich Selbsttests von Schnelltests? Anders als die Schnelltests für die wöchentliche Bürgertestung, die nur von geschultem Personal durchgeführt werden dürfen, sind die Corona-Selbsttests aufgrund der leichten Handhabung für die Eigentestung zugelassen. Beim Kauf sollten Testwillige darauf achten, ob es sich tatsächlich um einen Test für die Eigenanwendung, also einen für Laien zugelassenen Test handelt.

Woran erkenne ich einen zugelassenen Selbsttest? Mit der Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zunächst sieben Corona-Schnelltests zur Selbsttestung zugelassen. Da es sich bei den Tests um Medizinprodukte handelt, tragen sie auch eine CE-Kennzeichnung. Mit dieser Zertifizierung erklären die Hersteller die Einhaltung europäischer Schutz- und Qualitätsstandards. Eine ständig aktualisierte Liste der Tests, die für Laien zur Eigentestung zugelassen sind, gibt es auf der Homepage des BfArM. Vermerke in den Produkthinweisen wie „Nur für medizinisches Personal geeignet“ oder „Testdurchführung nur durch medizinisches Fachpersonal“ weisen darauf hin, dass es sich nicht um einen Do-it-yourself-Test handelt.

Wie funktioniert der Test zu Hause? Bei den bisher zugelassenen Testkits für die Eigenanwendung ist ein Nasenabstrich vorgesehen. Die Abstriche können eigenständig aus der vorderen Nase entnommen werden, ein tiefes Eindringen in den Nasenrachenbereich ist nicht not-wendig. Es ist davon auszugehen, dass auf absehbare Zeit auch Gurgel- oder Spucktests zugelassen werden. Der Test weist das Virus-Protein im Sekret nach, sofern eine ausreichende Virusmenge vorhanden ist. Ist das Ergebnis positiv, erscheint nach rund 15 Minuten im Sichtfeld ein zweiter farbiger Strich, ähnlich wie bei einem Schwangerschaftstest. Wichtig ist es, sich genau an die Gebrauchsanweisung zu halten.

Wie sicher ist der Test? Wie alle Antigen-Schnelltests ist auch der Selbsttest nur eine Momentaufnahme, das heißt, schon am nächsten Tag könnte man Corona-positiv sein. Zudem haben Antigen-Schnelltests eine gewisse Fehlerrate, da eine größere Menge an Viren erforderlich ist, um ein positives Ergebnis anzuzeigen.

Was tun, wenn der Test positiv ausfällt? Ist der Test positiv, sollte ein PCR-Test zur Bestätigung durchgeführt werden, um das Ergebnis zu bestätigen. Bei einem Laientest für zu Hause gibt es derzeit keine Meldepflicht, daher kommt es hier auf die Eigenverantwortung an. Über den Hausarzt oder die Rufnummer 116 117 kann ein Termin für den Bestätigungstest vereinbart werden.

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