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Corona: Omikron-Variante in Wuppertal angekommen - erster Fall bestätigt

Corona-Lage bereitet Stadtspitze Sorgen : Erster Fall der Omikron-Variante in Wuppertal bestätigt

Die Stadtspitze ist besorgt über die Entwicklung der Corona-Lage in Wuppertal in der vergangenen Woche. Nun wurde der erste Fall der Omikron-Variante bestätigt.

Die Stadt hat den ersten Fall einer Infektion mit der Omikron-Variante des Corona-Virus bestätigt. Weitere Informationen zu der Art der Ansteckung machte die Stadt mit dem Hinweis auf den Datenschutz nicht.

Die Stadt Wuppertal bereitet sich zudem organisatorisch auf die Impfung von Kindern im Alter zwischen fünf und zwölf Jahren ab dem 17. Dezember vor. In intensiver Abstimmung mit der Kassenärztlichen Vereinigung seien mögliche Impf-Orte und erste Termine für Kinder-Impf-Aktionen gefunden worden, so Krisenstabsleiter Johannes Slawig. Inzwischen liegt eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) vor, unabhängig davon teilte die Stadt am Donnerstag mit, dass sie am 17. Dezember mit den Impfungen beginne, die dann landesweit anlaufen. Ob, wo, wann und wie viele Termine es geben wird, will die Stadt voraussichtlich am Dienstag, 14. Dezember, veröffentlichen.

Laut Krisenstabsleiter Johannes Slawig betreffen aktuell rund 40 Prozent der Neuinfektionen die Altersgruppe unter 20 Jahren. Bereits in der vergangenen Woche wurde ein Inzidenzwert in der Altersgruppe 5 bis 14 Jahre von über 1100 registriert. Alleine in der vergangenen Woche gab es 77 Fälle in den Schulen mit insgesamt 230 betroffenen Schülerinnen und Schülern. Die Konsequenzen für die Arbeitsbelastung des Gesundheitsamtes sind gewaltig.

Oberbürgermeister Uwe Schneidewind dankte den Mitarbeitern des Gesundheitsamtes und des Service-Centers für ihren Einsatz. „Auf jede Person mit einem positiven Befund kommen fünf bis zehn enge Kontaktpersonen. Das ist bei über 250 neuen Positivbefunden pro Tag ein unfassbarer Kraftakt von bis zu 2500 Kontakten, die ermittelt, angesprochen und getestet werden sollen“, sagt Uwe Schneidewind. Bei vermehrten Fällen an einer Schule könne dies auch eine Reihentestung der gesamten Schüler- und Lehrerschaft bedeuten. „Dieser hohe Standard sorgt, wenn es auch aufgrund der Belastung nicht mehr in allen Fällen gelingt, doch für viele Treffer. Unsere Zahlen sind valide“, so Schneidewind.

Mit einem Inzidenzwert von mehr als 400 zählt Wuppertal wieder zu den Negativ-Spitzenreitern in NRW. „Aktuell sind 2516 Personen positiv getestet. Das sind 23 Prozent mehr als in der letzten Woche“, sagt Gesundheitsdezernent Stefan Kühn. Alleine in der vergangenen Woche gab es in Wuppertal 18 636 Impfungen, davon 5883 an den Impfstationen der Stadt und 12 753 in den Praxen der niedergelassenen Ärzte. Bei der Stadt waren es zu rund 60 Prozent Booster-Impfungen sowie 15 bis 20 Prozent Erst- und Zweit-Impfungen. Ab Freitag werden auf der Plattform wuppertal-live.de weitere Impftermine angeboten. Alle Termine, die nicht wahrgenommen werden, sollten spätestens einen Tag vorher abgesagt werden, damit sie neu vergeben werden können.

Einsatzkräfte des Ordnungsdienstes nehmen Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Regeln in Gaststätten, Geschäften und im ÖPNV vor. Am Mittwochnachmittag wurde bei einer gemeinsamen Aktion des Ordnungsamtes mit Prüfern der Stadtwerke der 3G-Status von insgesamt 440 Fahrgästen in Bussen und Schwebebahnen kontrolliert. Dabei wurden acht Verstöße festgestellt und sieben Anzeigen geschrieben. Bei einer Person sprachen die Einsatzkräfte lediglich eine mündliche Verwarnung aus, da der vorgezeigte Test nur knapp älter als 24 Stunden war. Bei einer Kontrolle flüchteten zwei Männer, bei denen ein cannabisähnlicher Geruch festgestellt wurde. Bei der Verfolgung warfen sie eine Tüte mit einer erheblichen Menge Cannabis in einen Hauseingang. Sie wurden von den Einsatzkräften gestoppt und der Polizei übergeben.