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Corona-Krise macht auch Riedel das Leben schwer

Wirtschaft : Corona-Krise macht auch Riedel das Leben schwer

Das Unternehmen muss die Absage zahlreicher Veranstaltungen im In- und Ausland verkraften.

Die Corona-Pandemie hat weite Teile der Wirtschaft in Deutschland erfasst, neben Gastronomie, Tourismus und Einzelhandel sind auch Unternehmen betroffen, die international ausgerichtet sind und Veranstaltungen in zahlreichen Ländern betreuen. Das betrifft zum Beispiel die Riedel Communications GmbH, die nun damit zurechtkommen muss, dass weltweit Veranstaltungen abgesagt und in der bislang globalisierten Welt neue – oder besser gesagt: alte – Grenzen wieder hochgezogen werden. Noch im Dezember 2017 feierte der renommierte Anbieter von Intercom- und Übertragungstechnik für Großveranstaltungen aller Art an seinem Hauptsitz in Wuppertal seinen 30. Geburtstag. So groß war der Optimismus und Elan, dass sich das Unternehmen auch Geschäftsfelder jenseits der Erde suchte. Passend zum runden Geburtstag wurde die Beteiligung an einer unbemannten Mondlandung verkündet. Allerdings geriet das Berliner Unternehmen, das das Projekt umsetzen wollte, in finanzielle Schwierigkeiten und musste vor der Pleite gerettet werden.

Krise wurde bei Riedel
relativ frühzeitig bemerkbar

Die Mondlandung ist in Zeiten der Corona-Krise vermutlich das geringste Problem, das Geschäftsführer und Unternehmensgründer Thomas Riedel momentan bewegt. Durch die Absage von zahlreichen Veranstaltungen im In- und Ausland ist das Kerngeschäft von Riedel massiv betroffen: Die Fußball-Bundesliga ist bis auf weiteres ausgesetzt, die Fußball-Europameisterschaft aufs kommende Jahr verschoben, die Formel 1 muss mit Verzögerung starten, weitere Sportgroßveranstaltungen werden abgesagt oder nach hinten verschoben – so wie die Olympischen Spiele in Tokyo, der Eurovision Song Contest ist gestrichen, Messen werden reihenweise abgesetzt oder vertagt. Die Liste der Grausamkeiten ist lang und bedrückend.

Bei Riedel selbst möchte man sich zur aktuellen Situation nicht näher äußern. Durch die Absetzung und Verschiebung von Großveranstaltungen im Sport- und Kulturbereich habe sich die Corona-Krise „bei Riedel recht frühzeitig bemerkbar gemacht“, erklärte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage der WZ lediglich. Oberstes Anliegen sei derzeit der Schutz der Mitarbeiter, weshalb offenbar zahlreiche Mitarbeiter ins Home-Office ausgewichen sind.

Ansonsten herrscht auch bei Riedel derzeit mutmaßlich das Prinzip „Abwarten“ und irgendwie über die Runden kommen vor. Konkretere Angaben zur aktuellen Geschäftslage könne man erst geben, wenn „die Welt wieder etwas ruhiger ist und sich die Lage nicht mehr stündlich ändert“, sagte der Sprecher.