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Corona beeinträchtigt Programm der Station Natur und Umwelt Wuppertal

Natur : Corona beeinträchtigt das Programm der Station Natur und Umwelt

Kurse können wegen des zweiten Lockdowns nicht stattfinden – Umgestaltung startet im März mit Wege- und Teicharbeiten.

Die Station Natur und Umwelt hat ein neues Jahresprogramm herausgegeben. Doch es ist schon jetzt klar, dass geplante Veranstaltungen bis mindestens zum 31. Januar abgesagt werden müssen. Im Rahmen des zweiten Lockdowns bleiben auch die Tore der Naturstation geschlossen. „Es findet gerade nichts statt, weil wir nicht dürfen“, sagt Kornelia Heger-Wegmann, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit der Station Natur und Umwelt. „Wir richten uns nach den Erlassen“, sagt sie. 2020 habe es die Möglichkeit gegeben, dass viele Veranstaltungen draußen stattfinden. „Sobald wir dürfen, machen wir es in dem Rahmen, in dem wir es verantworten können und nach strengem Hygienekonzept“, sagt Heger-Wegmann.

Neue Yoga-Kurse sind geplant

Für 2021 haben die Verantwortlichen in der Station Natur und Umwelt versucht, das Programm ganz normal zu planen. „Wir tun so, als ob sich wegen der Impfung alles gut entwickelt und müssen im Zweifelsfall Kurse absagen“, sagt sie. Diese werden erstattet, wenn sie ausfallen. Neu im Programm sind die Kurse Hatha Yoga und Samenaufbereitung. „Es geht darum, Samen zu retten, gerade von Wildpflanzen“, sagt Heger-Wegmann. Die Teilnehmer lernen, wie man Samen sammelt, sie aussiebt, reinigt und aufbewahrt, um sie im kommenden Jahr wieder zu nutzen. Weiterhin im Programm sind der Indianer- und Räubertag sowie verschiedene Kurse zu Kräutern. „Nach wie vor der Renner sind die Väter- bzw. Großvätergruppen“, sagt Heger-Wegmann und weist daraufhin, dass im Programm auch viele Veranstaltungen für Erwachsene zu finden sind. Sie hofft, dass die Station Natur und Umwelt im Frühjahr wieder Kurse anbieten kann. „Die Hauptsaison geht nach den Osterferien wieder richtig los“, sagt sie.

Außengelände: Der neue Teich wird das „Herzstück“

Die Umgestaltung des etwa sieben Hektar großen Außengeländes an der Jägerhofstraße 229 geht während des Lockdowns weiter. „Durch Corona ist es wesentlich schwieriger, Absprachen mit anderen Behörden zu treffen“, sagt Jan Schulz aus dem Ressort Grünflächen und Forsten der Stadt Wuppertal. Die Ausschreibung für den ersten Bauabschnitt ist erfolgt, im März sollen die Arbeiten beginnen. Das Außenareal der Station Natur und Umwelt soll ein komplett neues Gesicht erhalten. Geplant ist ein Rundweg, der verschiedene Themenbereiche und „Lehrbiotope“ verbindet, darunter ein Wald der Sinne, eine Gartenarche oder ein Kräutergarten. Für Freilichtveranstaltungen wird eine „Felsenarena“ errichtet.

„Die Planung für den 2,5 Millionen teuren Umbau war recht umfangreich“, sagt Schulz. 90 Prozent des Geldes davon stammen aus Fördermitteln des Landes. Unter anderem soll aus mehreren Teichen ein großer Teich entstehen. „Er wird fünfmal so groß sein wie bisher. Das funktioniert besser, weil kleinere Teiche schneller zuwachsen“, sagt er. Im Teich - „dem Herzstück der Anlage“, wie Heger-Wegmann sagt - wird eine Insel angelegt, die über mehrere Wege erreichbar ist. Außerdem wird die Wegeführung so angelegt, dass das steile Gelände barrierearm wird und sich auch Rollstuhlfahrer auf das Gelände bewegen können. Auch die Feuchtwiesen werden erweitert, so dass in der Station Natur und Umwelt künftig unterschiedliche Wiesentypen zu finden sein werden. „Insgesamt wird es viel großzügiger“, sagt Schulz.  

Weitere Informationen zum Programm gibt es im Internet unter:

www.stnu.de