Concordia & Co.: Chancen für die Innenstadt

Concordia & Co.: Chancen für die Innenstadt

Hans-Hermann Lücke, Bezirksbürgermeister von Barmen, hofft auf neue Impulse für den Stadtteil.

Barmen. Er hat schon Tradition, der Fragebogen der WZ an die Bezirksbürgermeister zum neuen Jahr. Diesmal: Hans-Hermann Lücke (CDU), Bezirksbürgermeister von Barmen.

Foto: A. Fischer

Auf welche Projekte oder Veranstaltungen freuen Sie sich 2018 besonders in Ihrem Bezirk?

Hans-Hermann Lücke: Zunächst einmal auf den Ausbau des Carnaper Platzes zu einem gepflegten Veranstaltungsgelände. Dann auch auf die Neugestaltung von zunächst drei Innenstadtstraßen in Barmen. Ebenso freue ich mich auf den Bau der Hatzfeldtrasse zwischen Zollhaus und Barmen-Mitte. Mit großer Vorfreude erwarte ich die in Aussicht gestellte Aufwertung der Schönebecker Sportplätze auf dem Rott. Ein ganz besonderer Grund für Vorfreude ist der in 2018 zu feiernde zehnte Geburtstag der großartigen Junior-Uni in Barmen.

Welche Themen könnten für Diskussionen sorgen?

Lücke: Der Zustand vieler Straßen und Gehwege, für deren Instandsetzungen, so heißt es von der Stadtverwaltung, die Ressourcen fehlen.

Welche Bereiche oder welche Entscheidungen könnten Konfliktpotenzial mit dem Rat bergen?

Lücke: Die Zusammenarbeit von Bezirksvertretung und Stadtverwaltung. Es fehlt an ausreichender personeller Ausstattung der Geschäftsführungen. Für zehn Betriebsvertretungen stehen auf dem Papier fünf Geschäftsführer/innen. In anderen NRW-Großstädten sieht das besser aus. In Wuppertal bleiben nach Abzug von Kranken- und Urlaubszeiten sowie nach Abzug all der Stunden, die die fünf auch für andere Verwaltungseinheiten leisten müssen, nicht einmal vier übrig. Das reicht nun wirklich nicht. Wer Bürgernähe will, muss das zum Guten ändern. Zusammen mit den anderen Wuppertaler Bezirksbürgermeister/innen werde ich das auch weiterhin einfordern.

Im Rückblick auf 2017: Auf was haben Sie im Bezug auf Ihren Bezirk gehofft, was nicht eingetreten ist bzw. realisiert werden konnte?

Lücke: Ein Beginn der bereits geplanten Wohnbebauung am Bahnhof Heubruch, die dringende Instandsetzung des Brunnens am Toelleturm und die Sanierung sowie Neugestaltung des Platzes an der Schwebebahnstation Alter Markt.

2018 wird ein tolles Jahr für Ihren Bezirk, weil…?

Barmen: Weil sich reichlich Chancen für Projektentwicklungen bieten, die dem jüngsten Schub für die gute Entwicklung Barmens weiteren Schwung geben können. So z.B. weitere Nutzungsperspektiven für Laden-Leerstände, für die Industriebrache an der Ecke Carnaper/Hatzfelder Straße, für die Fläche zwischen Barmer Bahnhof und Siegesstraße sowie auch für die künftige Nutzung der alten Kinosäle im Concordia-Gebäude, wo sich vielleicht Chancen bieten für Hörsäle, Musiksäle und/oder Kleinkunst-Bühnen.

Wenn Sie drei WZ-Schlagzeilen für 2018 für Ihren Bezirk machen dürften: Wie lauten die?

Lücke: 1. „Circus Roncalli zu Gast auf dem neuen Carnaper Platz“, 2. „Nordpark zur attraktivsten Grünanlage gewählt“, 3. „Der Rott hofft auf seinen vierten Fußball-Nationalspieler“.

Wenn Sie wählen müssten: Welcher Bezirk — außer Ihrem eigenen — würde Sie reizen, dort einmal politisch aktiv zu werden und warum?

Lücke: Niemand wird, wenn er schon das Schönste hat, sich etwas anders vorstellen.

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