Coco tanzt, Hänsel singt und M. Claude lacht

Coco tanzt, Hänsel singt und M. Claude lacht

Spielzeit 17/18: Das Bergische Abo lockt wieder mit sechs hochkarätigen Aufführungen.

Was die bergischen Oberbürgermeister diese Woche aufoberster Ebene vereinbarten, praktizieren Oper, Tanz und Schauspiel seit fast 15 Jahren auf der Bühne: kulturelle Zusammenarbeit. „Klein, zäh und mit viel Erfolg“, erzählt Enno Schaarwächter, Geschäftsführer der Bühnen und ein Initiator des Bergischen Abos, das entstand, weil Wuppertal seine Spielstätten renovieren musste und Remscheid und Solingen ihre Spielstätten anboten, erinnert Christian Henkelmann, Kulturdezernent Remscheids, der neben dem Leiter des Kulturmanagements Solingen, Hans Knopper, Dritter im Bunde ist.

Foto: Christina Canaval/John Thackway/Marco Picuch

Die Idee ist einfach: Man nehme jeweils zwei hochkarätige Vorstellungen aus Oper (Wuppertal), Tanz (Remscheid) und Schauspiel (Solingen) und füge sie zu einem Abonnement mit supergünstigem Preis zusammen. Die Besucher der drei Städte haben ein deutlich größeres Angebot und lernen auch andere Spielstätten in der Nähe kennen. Kati Schön vom Marketing im Theater und Konzerthaus Solingen: „Das Abo soll auch neue Leute ansprechen.“

Foto: Christina Canaval/John Thackway/Marco Picuch

Die Zahlen sprechen für sich: Rund 80 Prozent der insgesamt rund 180 Karten (60 pro Stadt) sind aktuell bereits vergeben, bevor der Vorverkauf beginnt.

Remscheid ist diesmal mit Peter Breuers „Mythos Coco“ vertreten, mit dem das Salzburger Ballett die legendäre Modeschöpferin ehrt. Die Dance Company um Jazzdancepapst John Lehrer tanzt „Shadows in Motion“, das berauschende Bilder verspricht.

Die Solinger setzen auf Gegensätze: Das a.gon Theater München führt die Komödie „Monsieur Claude und seine Töchter“ nach dem gleichnamigen Kinohit auf. Das Rheinische Landestheater Neuss verzahnt in dem Stück „ungefähr gleich“ von Jonas Hassen Khemiri fünf Lebensgeschichten von Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben.

Wuppertal bietet eine neue Inszenierung von „Hänsel und Gretel“ an, in der Generalmusikdirektorin Julia Jones ihr Debüt an der Oper gibt und die ausgezeichnete Catriona Morison singt. Mit „Julietta“, einer modern-impressionistischen Oper von Bohuslav Martinu , gesungen in deutscher Sprache, folgt die Avantgarde. mws