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Cinderella mit modernem Pfiff

Cinderella mit modernem Pfiff

Das Pop-Musical überzeugte viele Besucher der Stadthalle mit Witz und Schlagersound.

Wuppertal. Das Pop-Musical Cinderella von On Air Family Entertainment lässt all derer Herzen höher schlagen, die eine an sich zerbrechlich nostalgische, sagen wir, romantische Geschichte mal etwas anders erleben wollen. Ganz anders. Ob Jung oder Alt, wenn man poppig aufgepeppten Schlagersound — irgendwo zwischen Eurodance und typisch pop-gefärbten Musicalklängen — liebt, zudem noch eine nicht minder flott aufpolierte Handlung schätzt, ist man bei dieser Version von Cinderella Gold richtig.

Doch auch, wenn diese Interpretation von Grimms Märchen „Aschenputtel“ nicht unbedingt für jeden Geschmack passend sein dürfte, das, was man verspricht, hält man. Es wird witzig, richtig frech, aber auch herzzerreißend kitschig. Für einen perfekten Sound sorgt ein schön dick gemischtes Playback. Die Dialoge werden live gesprochen. Cinderella (Christina Schulz), die Stiefschwestern (Caroline Zins und Isabel Flössel) und natürlich auch Prinz Fabian (Michael Thurner), um nur einige zu nennen, machen ihre Sache gut. Noch bunter wird das ganze durch „coole“ Tiere — beispielsweise durch Hund Jallo, Jürgen Strohschein, oder Piwi, die Maus, Anastasia Ivanova, die die Szenerie immer wieder aufmischen. Fee Jolanda, die übrigens einen Led-Blink-Zauberstab bei sich führt, sollte eigentlich die bekannte Sängerin Loona verkörpern. Krankheitsbedingt musste die Zweitbesetzung Maren Reimann einspringen. Das Ensemble tourt durch deutsche Landen und füllte auch die historische Stadthalle mit recht zahlreichem Publikum.

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Und wie hat es dem Publikum gefallen? Was war am schönsten? „Eigentlich alles“, sagt die junge Emma. Aber auch den Erwachsenen schien es zu gefallen. „Dieser Witz darin, dieses Moderne hat mir sehr gefallen. Dass Loona nicht da war, fand ich nicht so schlim — die Vertretung war gut. Die Musik war okay“, meint Jens Mansfeld. Tiberius Jeck, der mit seiner Familie das Musical besuchte, hatte nach der Aufführung auch Positives zu berichten: „Ich bin mit meinen drei Jungs hier und es hat denen auch auf jeden Fall sehr gut gefallen. Der Kleinste ist sechs und der war ganz begeistert dabei.“ „Ging ins Moderne rein — die haben alle toll gespielt und gesungen“, findet auch Ellen Seuthe. Sophia Kochen, ein schon größeres Mädchen, schien auch durchweg zufrieden: „Es war sehr schön und die Kleider haben mir auch gefallen. Die Musik war auch toll.“ „Ich wurde beeindruckt von dem Stück, hat mir total gut gefallen. War genial gemacht. Mein Highlight war die etwas kräftigere Schwester, die ging in ihrer Rolle total auf“, schwärmt auch Günther Horn. Bei diesen positiven Rückmeldungen können die Veranstalter zufrieden sein.