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Christian Siep bringt Möbel zum Schweben

Christian Siep bringt Möbel zum Schweben

Auf der Designermesse „Passagen“ in Köln präsentiert der 26-Jährige seine Erfindung.

Elberfeld. Ein langer, massiver Holztisch in einem Raum. So weit, so normal. Doch statt auf Tischbeinen zu stehen, wirkt es so, als würde das Möbelstück schwerelos über dem Boden schweben. Natürlich ist das alles keine Zauberei, sondern das Ergebnis von langer Tüftelei und viel Arbeit. „Am Anfang habe ich noch darüber Scherze gemacht, wie cool es wäre, schwebende Möbel zu machen“, erzählt Christian Siep, der vor mehr als zwei Jahren aus einer „Schnapsidee“, wie er sagt, ein konkretes Projekt entwickelt sowie eine eigene Marke („able“) gegründet hat.

Dabei ist der 26-Jährige gar kein gelernter Tischler. „Ich bin eigentlich völlig fachfremd an die Geschichte herangegangen“, sagt Siep rückblickend. Doch Erfindergeist sowie der Spaß am Ausprobieren haben den Wuppertaler schnell gepackt. Im Laufe der Zeit lernte er auch den Metallbauer Moritz Kirk kennen. Zusammen mit ihm sowie einem externen Statiker entwickelte das Trio eine spezielle Konstruktion, die die Möbel zum Schweben bringen. Das Geheimnis sind dicke Stahlträger in der Tischplatte, die fest an einer Wand verschraubt werden. Anderthalb Jahre dauerte die Entwicklung, seit einem halben Jahr wurde es dann konkret.

Mittlerweile hat Siep noch weitere Möbel zum Schweben gebracht. In seiner Wohnung in der Nützenberger Straße, die gleichzeitig auch sein Showroom ist, schweben neben dem Esstisch unter anderem auch sein Bett sowie das Küchenmobilar.

Um sein Konzept nun einem breiteren Publikum vorzustellen, nimmt Siep zusammen mit Kirk seit diesem Montag an der größten deutschen Designerveranstaltung, den Passagen in Köln, teil. „Wir sind über Fachmagazine für Architektur auf die Ausstellung gestoßen“, berichtet Siep, der die Veranstaltung ebenfalls dazu nutzen will, um Kontakte zu knüpfen.

Auch Kirk präsentiert auf den Passagen mit seiner Marke „Moki“ seine eigenen Möbelkonstruktionen. Dieses schweben zwar nicht, bestechen dafür durch ein klares, einfaches Design. „Es geht darum, eine klare Linie für Möbel zu finden, die ohne Schnörkel und nicht alltäglich, dafür aber besonders sind“, erläutert der 32-Jährige, in dessen Portfolio sich unter anderem Stühle, Kleiderstangen, Regale und Tische befinden.