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CDU: „Wuppertal muss wieder eine Perspektive haben“

CDU: „Wuppertal muss wieder eine Perspektive haben“

Die sieht sich als Erfolgsmodell für NRW. Daran wollen die Kandidaten anknüpfen.

Wuppertal. "Wir machen einen guten Job." An Selbstbewusstsein mangelt es Peter Brakelmann nicht. Zumindest weiß er, wovon er spricht. Er ist der einzige Wuppertaler Landtagskandidat, der bereits seit fünf Jahren als Abgeordneter arbeitet. Und mit seinem bergischen Kollegen von der CDU viel erreicht hat, wie er meint. "Das Bergische Land ist nicht länger von der Landespolitik abgehängt. Fördermittel fließen nicht mehr an Wuppertal vorbei ins Ruhrgebiet. Wir sind mit im Spiel."

Genau das ist nach seiner Auffassung Kernaufgabe eines Landtagsabgeordneten. Brakelmann hat Netzwerke geschaffen und unermüdlich in Ministerien angeklopft. Wuppertal sei noch nie so häufig besucht worden von Ministern und Ministerpräsidenten. "Und meistens haben sie Geld mit nach Wuppertal gebracht."

Eine Erfolgsgeschichte, die Brakelmann als Kandidat der CDU im Wahlkreis Wuppertal-Mitte nach dem 9. Mai fortsetzen will. Und das am liebsten natürlich mit seinen beiden Mitstreitern Rainer Spieker (Wuppertal-Ost) und Fabian Bleck (Wuppertal-West und Solingen-Gräfrath). Polit-Erfahrung haben sie alle drei. Sie kennen das Geschäft aus langen Jahren in Bezirksvertretungen und im Rat. "Wir wissen, was es heißt, politische Verantwortung zu übernehmen", betont Spiecker. Und das bedeutet im Landtag: für Wuppertal arbeiten, das Image der Stadt aufpolieren. Heilsbotschaften, die ein schnelles Ende der Haushaltsmisere versprechen, sind nicht ihr Thema, aber: "Wuppertal muss in fünf Jahren wieder eine Perspektive haben", hebt Bleck hervor.

Brakelmann ergänzt: "Wir müssen bezüglich der Zinslast, die die Stadt drückt, eine Lösung finden. Das kann Wuppertal nicht alleine." Dazu komme eine Neuregelung der Gemeindefinanzierung, für die Bund und Land sorgen müssten. Die Wuppertaler nehmen die CDU-Kandidaten aber ebenso in die Pflicht. Brakelmann: "Wir haben den Leuten viel abverlangt. Aber es muss auch klar sein, dass wir in einer kleiner werdenden Stadt nicht mehr alles vorhalten können, was einst für mehr als 400.000 Einwohner gebaut wurde."

Am Ende sei Wuppertal aber noch lange nicht. Im Gegenteil, meinen die Christdemokraten und wollen den Imagetrend umkehren. Spiecker will erreichen, dass sich mehr Gewerbe ansiedelt, Bleck dafür sorgen, dass die Vielfalt der Bildungslandschaft erhalten und ausgebaut wird.
Mit welchem Farbenbündnis in Düsseldorf das geschehen soll? "Natürlich favorisieren wir Schwarz-Gelb. Die Koalition hat das Land aufgeräumt", sagt Brakelmann. Aber nicht nur Bleck könnte sich auf Landesebene auch ein Bündnis mit den Grünen vorstellen.

Unterstützung erhalten sie im Wahlkampf von einer beachtlichen Prominenten-Riege: Arbeitsminister Karl-Josef Laumann kommt noch mal ins Tal, Bundesinnenminister Thomas de Maizière war schon da. Höhepunkt des CDU-Wahlkampfes wird der 5. Mai. Dann treten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers auf dem Johannes-Rau-Platz auf (19 Uhr).