CDU Wuppertal diskutiert kontrovers über OB-Kandidatenwahl

Oberbürgermeister-Wahl : Rolf Köster (CDU) fordert Mitgliederentscheid bei der OB-Kandidatenwahl

Neuer Vorschlag aus der CDU zur Kandidatensuche für die OB-Wahl 2020. Kreisvorsitzender Matthias Nocke reagiert auf Vorstoß der Jungen Union.

Zu Besonnenheit bei der Auswahl eines Spitzenkandidaten für die Wahl zum Oberbürgermeister rät der Vorsitzende des Kulturausschusses und Mitglied des Vorstandes, Rolf Köster (CDU) in einer Pressemitteilung. „Die Wahl des Spitzenkandidaten ist eine der wichtigsten Weichenstellungen für die nächsten fünf Jahre und sollte nach sorgfältiger Abwägung von Argumenten ohne Emotionen und Polemik geschehen. Ich gehe davon aus, dass neben den bisher bekannt gewordenen Kandidaturen von Prof. Uwe Schneidewind und Barbara Reul-Nocke noch weitere qualifizierte Kandidatinnen/Kandidaten benannt werden“, sagt das Mitglied des CDU-Kreisvorstandes.

In seiner Mitteilung verweist Köster darauf, dass der Beschluss der Kreisversammlung nach wie vor Gültigkeit habe, wonach zwischen CDU, Grünen und FDP nach einem gemeinsamen Bewerber gesucht wird.“ „Dieser Prozess sollte nicht in untunlicher Eile geschehen. Es besteht jetzt kein Zeitdruck, Sorgfalt und Besonnenheit gehen hier vor.“

Im Ergebnis würde er es begrüßen“, so Köster weiter, „wenn über die Spitzenkandidatur ein Mitgliederentscheid befinden würde, um die Parteibasis insgesamt in die Entscheidungsfindung einzubeziehen. Allerdings ist klar, dass wir stets Mitgliederentscheidungen zur Frage der Spitzenkandidatur haben.“

Am Donnerstag hatte sich die Junge Union für eine Kandidatur von Prof. Uwe Schneidewind ausgesprochen. Darauf hat nunn der CDU-Kreisvorsitzende Matthias Nocke reagiert. „Die CDU ist eine lebendige und diskussionsfreudige Volkspartei, was viele Wuppertalerinnen und Wuppertaler schätzen, denn allein in den letzten vier Wochen sind mehr als 50 neue Mitglieder in den CDU-Kreisverband eingetreten. Gemeinsame Entscheidungen gemeinsam zu vertreten, ist jedoch für Identität und Profil einer Partei wichtig. Es ist das gute Recht der Jungen Union, abweichende Auffassungen zu vertreten, solange das Erreichen des gemeinsamen Ziels einen guten und attraktiven Personalvorschlag für das Amt des Oberbürgermeisters zu machen und sich dabei nicht gegenseitig zu beschädigen, nicht aus den Augen verloren wird. Es wäre schön gewesen, wenn mir der Kreisvorstand der Jungen Union die Gelegenheit gegeben hätte, den bisherigen Prozess der Kandidatenfindung sowie die diesem Prozess zugrunde liegenden Einschätzungen und Schlussfolgerungen, persönlich zu erläutern. Die CDU hat mit einer unabhängigen und selbstbewussten Jungen Union kein Problem“, so Nocke in einer Pressemittteilung.

Die CDU-Kreiskonferenz habe einstimmig den Vorstand beauftragt, nach Möglichkeit einen gemeinsamen Kandidaten von CDU, Grünen und FDP den Mitgliedern vorzuschlagen und anderenfalls eigene Alternativvorschläge zu erarbeiten. „Diesem Auftrag werden wir nachkommen. Der Prozess der Kandidatenfindung ist in vollem Gang und ich bitte, sich gegenüber potentiellen Bewerberinnen und Bewerbern so zu verhalten, dass dadurch keine weiteren Personen von der Erklärung ihrer Bereitschaft zur Kandidatur abgehalten werden.“

Auf der Aufstellungsversammlung für den OB-Kandidaten könne jedes wahlberechtigte CDU-Mitglied aus Wuppertal einen Vorschlag machen. „Gemeinsam werden wir den Wuppertalerinnen und Wuppertalern einen attraktiven Personalvorschlag machen können, wenn die Union im Tal zusammenhält“, sagt Matthias Nocke.

(ab)