Caritas: Eckhard Arens verabschiedet sich in den Unruhestand

Caritas: Eckhard Arens verabschiedet sich in den Unruhestand

Abschied von Eckhard Arens und Neubeginn: Die Fusion mit der Caritas Solingen.

Wuppertal. Als echter bergischer Jung’ hat er seine Arbeit mit viel Leidenschaft und Herzblut gelebt - dazu gehört unter vielem anderen auch das Verteilen von überschüssiger Butter an Bedürftige - und sich für seine Ideen stark gemacht: In 27 Jahren als Caritasdirektor hat Eckhard Arens in Wuppertal viele Spuren hinterlassen und viele Freunde gewonnen - und zwar über die Konfessionsgrenzen hinweg. Das wurde am Mittwoch bei der Feier in der Stadthalle unter dem Motto "Fusion, Abschied, Neubeginn" in den Beiträgen aller Weggefährten deutlich. Sozusagen als krönenden Abschluss hat Arens die Fusion der beiden Caritasverbände in Wuppertal und Solingen vorbereitet. Einziger Wermutstropfen: Die Remscheider Caritas wollte nicht mit ins Boot.

Neben dem Abschied von Eckhard Arens hatte die Caritas auch sonst einiges zu feiern: Der Abschied von Jutta Appelt, die 19Jahre lang ehrenamtlich für den Vorstand aktiv war. Und natürlich den Neubeginn in einem fusionierten Caritasverband Wuppertal/Solingen unter der Leitung von Christoph Humburg und dem neuen stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Gerhard Metzger. Dementsprechend lang war am Mittwoch die Gästeliste - rund 600 Gäste waren gekommen - und auch das Programm für die Festveranstaltung in der Stadthalle. Die Gästeliste las sich wie das Who is Who der Stadt: Neben Vertretern von Caritas katholischer und evangelischer Kirche waren auch zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung, Arge und Arbeitsagentur, der Banken und Sparkassen, Polizei und Feuerwehr sowie der Krankenhäuser dabei. Auch Vivica und Jörg Mittelsten Scheid und das Ehepaar Bethe von der Bethe-Stiftung standen auf der langen Gästeliste.

"Er war als Caritasdirektor und Mensch absolut authentisch", sagte Stadtdechant Bruno Kurth über Arens und habe mit dazu beigetragen, dass die ökumenische Zusammenarbeit in Wuppertal eine Selbstverständlichkeit geworden sei. Einig waren sich Oberbürgermeister Peter Jung und die anderen darin, dass es um Arens auch in Zukunft nicht still bleiben werde: "Du wirst der Stadt nicht verloren gehen. Das Kinderhospiz ist unser gemeinsames Ziel", sagte Jung.

Eckhard Arens selbst war von der Feierlichkeit sichtlich gerührt und sprach ganz persönliche Worte an seine Tochter Maren, die mit ihrem Mann aus der Schweiz angereist war: "Ich habe meinen Beruf geliebt, aber die Familie musste viel auf mich verzichten" und mit einem Schmunzeln fügte er hinzu: "Ich verspreche, dass Ihr in Zukunft Zugriff auf mich habt."

An Arens’ bevorstehenden Unruhestand ließ auch das Abschiedsgeschenk des Caritasrates keinen Zweifel: Stadtdechant Kurth überreichte ihm ein Fahrrad der Marke "Wupperkraft" - und gab ihm als Ansporn eine ehrgeizige Tour hoch zur Kaisereiche mit auf den Weg.

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