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Buslinien 629/39 Wuppertal: Stadt und Politik lehnen Bürgerantrag ab

Verkehr : Buslinien 629/39: Ausschuss lehnt Bürgerantrag ab

Eine gemeinsame Linie rechne sich nicht, sagen die Stadtwerke.

Taxi-­Busse statt normaler Busse: Das schlagen die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) auf den Linien 629 und 639 vor – und haben dafür viel Kritik einstecken müssen. Doch trotz Protesten aus der Bevölkerung und viel Gegenwind auch vonseiten der Politik – die Fahrplanumstellung, die auch weitere Auswirkungen auf andere Linien hat, wird nach den Sommerferien wohl kommen. In der vergangenen Woche lehnte der Hauptausschuss auch den Bürgerantrag von Klaus Nagel ab.

Der engagierte Anwohner des Zooviertels hatte vorgeschlagen, wenn schon bei der 629 und 639 nicht beide Linien, die unter anderem das Zooviertel, Sonnborn und die Lüntenbeck anfahren, „gerettet“ werden können, sollten die Stadtwerke  doch zumindest prüfen, ob eine gemeinsame Linie möglich wäre, die dann die Haltepunkte anfährt, die aktuell noch am meisten von Fahrgästen der 629 und 639 frequentiert werden.

Umstellung auf Taxi-Busse
ist wirtschaftlicher

Die Stadt hatte dem Ausschuss allerdings empfohlen, den Antrag abzulehnen, und sich dabei auf die Stellungnahme der WSW zu berufen. „Die derzeit vergleichsweise am meisten frequentierten Abschnitte der Linien 629 und 639 sind Sonnborn Zentrum - Lüntenbeck (Abschnitt der Linie 629) und Sonnborn Zentrum - Hindenburgstraße/Junkersweg (Abschnitt der Linie 639 mit Bedienung der Haltestelle „Zoo/Haupteingang“)“, schrieben die Stadtwerke. Daraus eine einzige Linie zu machen, rentiere sich nicht. Die Wirtschaftlichkeit liege aus Sicht der Stadtwerke bei rund 40 Prozent im Vergleich zu der Umstellung auf die Taxi-Busse. Diese Begründung überzeugte offensichtlich auch die Politik: Mit 16 zu 7 Stimmen entschied sich der Ausschuss gegen den Bürgerantrag. Dafür hatten nur die Grünen, Linke, Freie Wähler/WfW und Die Partei gestimmt.

Ein zweiter Bürgerantrag zu den Buslinien wurde laut Sitzungsprotokoll allerdings an den Verkehrsausschuss verwiesen. In ihm hatte sich der Rotter Bürgerverein für die Linie 614 eingesetzt, die schon über die vergangenen Jahre ausgedünnt worden sei. Im August 2021 solle sie „den finalen Todesstoß bekommen“. Geplant sei eine Kürzung der Fahrleistung um aktuell 50 Prozent, so der Verein. Der Verkehrsausschuss wird allerdings erst nach den Sommerferien wieder tagen – wenn die Umstellung der WSW eigentlich schon erfolgt ist. est