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Busanbindung der Uni: Stadt Wuppertal bekommt ihr Fett weg

Verkehr : Busanbindung der Uni: Politik schimpft auf Stadt

Harsche Kritik in der Bezirksvertretung Elberfeld, weil immer noch ein Konzept fehlt.

Joachim Knorr (CDU) sprach von Dilettantismus; Soufian Goudi (SPD) nannte es eine Bankrotterklärung der Verwaltung: Dass die Stadt immer noch weit davon entfernt ist, eine optimierte Busanbindung der Bergischen Universität zu schaffen, kam in der Sitzung der Bezirksvertretung Elberfeld erwartungsgemäß gar nicht gut an. Auf der Tagesordnung stand ein Bericht der Verwaltung, in dem sie darlegte, dass man „im Rahmen der personellen Möglichkeiten“ an einem Konzept arbeite und für den kommenden Doppelhaushalt 2022/23 Mittel angemeldet habe (die WZ berichtete).

Das heiße aber nicht, dass das Geld auch wirklich kommt, kritisierte Goudi. Dabei sei das Problem lange bekannt. Und das Ressort 104, zuständig für die Verkehrsplanung, sei so dünn besetzt, „dass man darauf in den Haushaltsberatungen reagieren muss“, erklärte Goudi. „So ist das nicht akzeptabel.“

Für eine Großstadt sei es nicht hinnehmbar, dass die einzelnen Uni-Standorte untereinander nicht richtig über den ÖPNV verbunden seien, sagte Knorr. „Ich bin traurig, dass das mit der Seilbahn nicht geklappt hat. Deswegen stehen wir jetzt hier.“

Schon im Vorfeld der Sitzung hatte Bezirksbürgermeister Thomas Kring (SPD) Diskussionen zu dem Thema angekündigt. Schließlich hatte das Gremium schon vor weit mehr als einem Jahr Lösungen von der Stadt gefordert und bereits im Frühjahr kritisiert, dass sich die Stadt aufgrund von Corona eine „Auszeit“ genommen hatte. Auch die Uni hatte auf WZ-Anfrage noch in dieser Woche erklärt, dass sie auf „die angekündigten baldigen Vorschläge zur Verbesserung der Situation“ hoffe. est