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Bunte Stromkästen: Mehr Farbe für Langerfeld

Künstler sollen Stromkästen bemalen : Mehr Farbe für Langerfeld

Die Stromkästen in Langerfeld sind normalerweise wirklich kein Híngucker. Nun wird sie ein Kunstprojekt des Bürgervereins allerdings verschönen.

Ihren Zweck erfüllen sie zwar, schön anzusehen sind sie aber nicht. Der Bürgerverein Langerfeld hat genug von den grauen und oft beschmierten Stromkästen in seinem Stadtgebiet und will jetzt etwas dagegen unternehmen. „Wir möchten bis zu 30 Stromkästen von einem oder mehreren Künstlern einen neuen Anstrich verpassen lassen, damit unser Stadtteil schöner wird“, erklärt Margret Hahn, Vorsitzende des Vereins. Der Antrag für die Umgestaltung sei bereits bewilligt.

Noch im Vorfeld will der Bürgerverein Workshops mit verschiedenen Personengruppen aus dem betroffenen Gebiet durchführen, um die Frage zu klären, was auf die Stromkästen gemalt werden soll. „Wir planen mehrere Workshops, in denen wir zusammen mit unterschiedlichen Altersgruppen Ideen für Themen und Motive sammeln“, so Hahn.

Die Ergebnisse dieser Veranstaltungen sollen dann in Form eines Fragebogens an den oder die Künstler weiter gegeben werden. „Die Künstlerauswahl und die Art der Kunst steht noch aus, es wird aber wohl auf Graffiti-Kunst heraus laufen. Das ist die beste Technik, um die Stromkästen zu bemalen“, sagt Hahn. Interessierte Künstler könnten sich laut Hahn auch gerne eigenständig beim Bürgerverein melden. Bis zum 10. Februar will der Verein Angebote von Künstlern einholen. Dann werde auch entschieden, ob ein einzelner Künstler den Zuschlag bekommt, oder ob die Arbeit auf mehrere Künstler verteilt wird.

„Bezüglich der Motive würde ich mich über Naturdarstellungen freuen. Wiesen voller Blumen zum Beispiel, oder Gebäude von früher, die mal in der Nähe des Stromkastens standen“, so Hahn. Auch Motive, die sich am direkten Umfeld des Stromkastens orientieren, könne sich Hahn gut vorstellen. Hahn: „Das sind natürlich nur meine Ideen. Am wichtigsten ist es, dass die Kästen nicht alle das gleiche zeigen und es den Leuten gefällt, die in der direkten Umgebung wohnen.“

Gefördert wird das Projekt mit Geld aus dem Verfügungsfonds „Sozialer Zusammenhalt Oberbarmen/Wichlinghausen“. Die Gesamtsumme der Fördergelder belaufe sich auf knapp 25 000 Euro. Ein Großteil des Geldes gehe in die Umgestaltung der Stromkästen.

„Durchschnittlich 600 Euro kostet die Verschönerung eines Stromkastens. Das beinhaltet alles von abschleifen und polieren bis hin zum bemalen“, sagt Hahn. Das restliche Fördergeld werde für die Workshops und Öffentlichkeitsarbeit benötigt. Die Mittel stehen zwar für das gesamte Jahr 2022 zur Verfügung. Hahn betont aber, dass das Projekt in der ersten Jahreshälfte abgeschlossen werden soll.

Ziel sei es, Vandalismus und Schmierereien entgegenzuwirken und gleichzeitig das Erscheinungsbild der grauen Kästen aufzupolieren. Unterstützt wird der Bürgerverein in seinem Vorhaben durch das Quartierbüro „Vierzwozwo“. „Neben der optischen Verschönerung des Stadtteils, ist es unser Anliegen, Leute zu aktivieren und zu motivieren, ihren Stadtteil aktiv mitzugestalten“, erklärt die Quartiermanagerin des Quartierbüros Wiebke Striemer.

Das Quartierbüro helfe dem Bürgerverein hinsichtlich der Antragsstellung und der Projektidee. Striemer: „Wir unterstützen den Prozess der Planung und Umsetzung, helfen in der Aktivierung von Leuten im Stadtteil und in der Kontaktvermittlung, bis das Projekt fertiggestellt ist.“

Die für die Aktion ausgewählten Stromkästen befinden sich in den Bereichen Hilgershöhe und Klingholzberg, nahe der Gesamtschule Barmen. Ein Antrag, das Projekt auf den restlichen Stadtteil Langerfeld auszuweiten, sei bereits gestellt, jetzt suche der Verein nach Finanzierungsmöglichkeiten.

(red)