Bunte Bänke im Nordpark zeigen die Schöpfung

Barmen. : Bunte Bänke im Nordpark zeigen die Schöpfung

Künstlerin Ute Scholl-Halbach hat die Sitze mit 200 großen und kleinen Helfern gestaltet.

Als die Kinder die riesigen Goldpakete öffnen durften, war die Freude groß: Aus der Folie schälten sich die Bänke, die sie mit Ute Scholl-Halbach in farbige Kunstwerke verwandelt haben. Nach mehreren Wochen Arbeit wurden die fertigen Werke jetzt im Nordpark enthüllt und mit einer kleinen Feier eingeweiht.

Mehr als 200 Kinder und Jugendliche waren an der Gestaltung beteiligt, darunter Schülerinnen und Schüler der Schule am Nordpark, Kinder aus Flüchtlingsgruppen, Kinder aus der Gemeinde in Ronsdorf und des Chors Joyful Voices. Wie, das erklärte eine Gruppe Kinder den Erwachsenen, die zur Einweihung gekommen waren: Dass sie große farbige Fliesen in kleine Mosaiksteinchen zerbrochen haben, dass sie Glasscherben bemalt, die anschließend gebrannt wurden, dass Scherben und Steine auf Netze geklebt und diese dann auf die Betonbänke geklebt wurden.

Bilder enthalten
auch eine Botschaft

Die Kinder erklärten zudem, dass die schönen Bilder auch eine Bedeutung haben. Sie stellen nämlich die Schöpfungsgeschichte dar: Auf der ersten Bank sind Chaos sowie Sonne, Mond und Sterne zu sehen, auf der zweiten Fische im Wasser, auf der dritten Tiere und Pflanzen und auf der vierten Menschen und Häuser.

Die Entwürfe stammten von Glaskünstlerin Ute Scholl-Halbach, die Kinder durften immer wieder über Farben und Formen mit entscheiden. Ute Scholl-Halbach wies auch darauf hin, dass die Bilder auffordern sollen, die Schöpfung zu bewahren – und dass bei diesem Projekt ebenso wie bei der Fridays-for-Future-Bewegung die junge Generation für die Bewahrung der Natur eintritt.

Arlin Cakal-Rasch vom städtischen Zentrum für Integration Bildung und kulturelle Vielfalt lobte das gelungene Projekt ebenso wie Fleur Vogel von der „Landesarbeitsgemeinschaft Kunst und Medien NRW“, die Kultur-Projekte mit Kindern und Jugendlichen unterstützt und auch die Bänke.

Unterstützung für das Projekt gab es zudem von dem Bildungszentrum des Baugewerbes Krefeld, das die Bankrohlinge gebaut und gespendet hat sowie von der Stadt, die den Transport der Bänke organisierte.

Ute Scholl-Halbach, für die die Bänke auch das Abschlusswerk ihres Studiums zur Mosaik-Künstlerin waren, ist sehr glücklich mit dem Projekt: „Das ist richtig klasse geworden.“

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