Bundesverdienstkreuz für Peter Engelmann

Bundesverdienstkreuz : Ehrung für den Impulsgeber der Station Natur und Umwelt

OB Andreas Mucke hat Peter Engelmann am Dienstag das Verdienstkreuz des Bundes verliehen.

Sichtlich gerührt nahm Peter Engelmann die Ehrungen und Lobreden anlässlich des ihm verliehenen Bundesverdienstkreuzes entgegen. „Ich hätte nie damit gerechnet“, sagte Engelmann.

Er bekam die Auszeichnung von Oberbürgermeister Andreas Mucke für sein bereits 30 Jahre umspannendes Engagement für den Natur- und Umweltschutz. Besonders gewürdigt wurde in diesem Zusammenhang Engelmanns Einsatz für die Station Natur und Umwelt (STNU), aber auch seine Verdienste um die Kommunalpolitik. „Ich habe das bisher gerne gemacht, ich werde es weiter gerne tun und jetzt bekomme ich dafür einen Orden“, sagte Engelmann. „Was will man mehr?“

Vielleicht neben dem „Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“ noch weiterhin die Kraft für anstehende Aufgaben- und Bauprojekte.

Maßgeblicher Impulsgeber der Station Natur und Umwelt

Denn Engelmann hatte sich im Zuge des STNU-Neubaus 2008 und 2010 als oberster Bauleiter des Gebäudes hervorgetan. Jetzt steht die Sanierung des fast 30 Jahre alten Außengeländes an. „Wir wollen das Gelände etwa auch barrierefrei machen“, sagte Engelmann.

Und diese ehrenamtliche Arbeit kostet Geld, Zeit und Kraft. Als Fördervereinsvorsitzender koordiniert Engelmann dabei einen Gutteil seines Ehrenamts von seinem heutigen Lebensmittelpunkt Berlin. Trotzdem fährt er mindestens zweimal pro Monat für einige Tage nach Wuppertal, um vor Ort aktiv zu sein.

Sein Engagement war schon 1990 nicht anders, als Engelmann seinen Zivildienst bei der damals seit sechs Jahren bestehenden Station Natur und Umwelt absolvierte.

In dieser Zeit entstand eine bis heute enge Beziehung zu der Einrichtung für Umweltbildung und -erziehung. Dadurch ist auch zu erklären, warum Engelmann 1994 den Förderverein der Station gründete. Und seit fast 25 Jahren ist er auch dessen Vorstandsvorsitzender. Neben der Landes- und Stadtförderung stellte Engelmann mit der Vereinsgründung die Natur-Station auf sichere Füße. Und unter seiner Leitung entstanden mit einem engagierten Team mehr als 160 Kursangebote und Veranstaltungen der Station.

„Die Station Natur und Umwelt ist inzwischen die größte Umweltbildungseinrichtung Nordrhein-Westfalens“, sagte Annette Berendes in ihrer Laudatio. „Und ohne Peter Engelmann wäre das nicht möglich gewesen.“ Sie lobte Engelmann dabei auch für dessen Empathie, Zielstrebigkeit und Bescheidenheit.

Auch Engelsmanns kommunalpolitisches Engagement wurde nach den Worten Andreas Muckes zufolge mit der Auszeichnung geehrt: Engelmann war schon als Schüler Mitglied der Jungen Liberalen, später auch deren Vorsitzender. Von 1999 bis 2009 war er Mitglied des Rates und bis 2007 Vorsitzender der FDP-Fraktion. Von 2004 bis 2009 war Engelmann auch Vorsitzender des Schulausschusses.

Gelobt wurde von Mucke Engelsmanns hohe Sachkompetenz und er hob auch dessen Wertschätzung, über Parteigrenzen hinweg, hervor.

Mit 47 Jahren ist Peter Engelmann dabei nach den Worten des Oberbürgermeisters ein relativ junger Verdienstkreuz-Träger. Aber um Mucke, der Engelmann schon lange persönlich kennt, noch einmal zu zitieren: „Von deiner Sorte könnten wir mehr gebrauchen.“

Mehr von Westdeutsche Zeitung