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Bürgerverein-Vorsitzender Udo Hindrichs tritt in Wuppertal kürzer

Stadtteil-Engagement : Hindrichs tritt im Bürgerverein kürzer

Der 73-Jährige kandidiert am 20. März nicht mehr. Martina Drecker soll auf ihn folgen.

Schritt für Schritt tritt Udo Hindrichs kürzer: Der 73-Jährige, im Wuppertaler Westen durch sein Engagement für den Bürgerverein Sonnborn-Zoo-Varresbeck und in der Lokalpolitik bekannt, wird am 20. März bei der Jahreshauptversammlung des Vereins nicht mehr als Vorsitzender kandidieren. Die Nachfolge ist schon geregelt: Martina Drecker, bislang Stellvertreterin Hindrichs’, soll an die Spitze gewählt werden.

2016 hatte sich der Jurist bereits aus der Bezirksvertretung zurückgezogen. Der Verzicht auf den Vorsitz im Verein sei nun die nächste Etappe. Wobei: So ganz geht er ja nicht, wie er einräumt. „In Köln würde man wohl sagen: Mein Herz schlägt fürs Veedel“, erzählt Hindrichs. In seinem Fall also vor allem für das Zooviertel, wo er selbst wohnt, und Sonnborn. Im Beirat will er weiter mitwirken. Auch um „seine“ Themen wolle er sich weiter kümmern, wie etwa den Lärmschutz im Zuge des A 46-Ausbaus oder den Denkmalschutz im Zooviertel. Bekanntlich gibt es für den Bereich eine eigene Denkmalbereichssatzung. Hindrichs sieht die Stadt aber in der Pflicht. „Sie muss das Zooviertel mit Liebe und Ambiente weiterentwickeln.“ Dazu gehört auch das Konzept beim Ausbau des Stadions, der auch bei der Jahreshauptversammlung Thema sein wird (siehe Kasten).

Der Verein wolle weiter Impulse für die Quartiere setzen. „Denn eine Gesellschaft ohne freiwilliges Engagement wäre kalt“, zitiert er aus dem Gastbeitrag von Peter Vaupel, dem Vorsitzenden des Stadtverbandes der Bürgervereine, zur 90-Jahre-Wuppertal-Serie in der WZ. Froh ist er deshalb, dass eine engagierte Nachfolgerin bereitsteht und damit auch eine Verjüngung des Vorstandes einhergeht: Martina Drecker weiß, dass auf sie jetzt einige Arbeit mehr zukommt. „Aber ich freue mich drauf“, sagte sie am Rande des WZ-Leserstammtisches in der vergangenen Woche.

Hindrichs blickt schon einmal voraus. 2021 wird im Zooviertel nämlich gefeiert werden. „Und dann bin ich natürlich auch noch dabei.“ Zehn Jahre ist es dann her, dass der Märchenbrunnen, „unsere Marke fürs Zooviertel“, dank des Einsatzes des Bürgervereins wieder zu plätschern begann. est