Bürgerverein Sonnborn will positive Zukunft des Stadtteils mitgestalten

Hauptversammlung : „Sonnborn ist ein wachsender Stadtteil“

Bürgerverein Sonnborn-Zoo-Varresbeck will den Trend nutzen und die Zukunft gestalten.

Weiter viel vor hat der Bürgerverein Sonnborn-Zoo-Varresbeck. Bei der Mitgliederversammlung in den Räumen der Zentralbibliothek informierte der Vorstand über die laufenden und geplanten Projekte. Außerdem gab es einen Rückblick auf die Ergebnisse der zurückliegenden Arbeit. „Es war ein lebendiges Jahr“, sagt Vorsitzender Udo Hindrichs. Er verweist unter anderem auf die erfolgreichen Veranstaltungen am Märchenbrunnen, die Gedenktafel für Hanna Jordan und den im Verkehrsausschuss eingebrachten Antrag zum Lärmschutz am Sonnborner Kreuz. Gerade letzterer liegt dem Verein sehr am Herzen. „Daher haben wir uns sehr gefreut, dass unser Antrag einstimmig angenommen wurde“, betont Hindrichs. Es gehe um den bestmöglichen Lärmschutz für die Anwohner. „Diesbezüglich sind wir auf einem guten Weg“, erklärt der Vereinsvorsitzende.

Für Sonnborn sieht er generell eine erfreuliche Entwicklung als „wachsender Stadtteil“. So mache das Wohnbauprojekt Zooterrassen das Quartier attraktiv für junge Familien. Zudem habe der vor vier Jahren eröffnete Aldi-Markt am Rutenbecker Weg die Nahversorgung deutlich aufgewertet. Den positiven Trend will der Bürgerverein mit eigenen Aktivitäten unterstützen. Dazu gehört unter anderem eine hochwertige Gestaltung der Lärmschutzwand am Ende der Eugen-Langen Straße. Durch ein großformatiges Bild im historischen Stil sollen die alten Zeiten vor dem Bau der Autobahn wieder aufleben. „Früher befand sich hier die Promeniermeile zwischen Hammerstein und Sonnborn“, erläutert Reinald Schneider vom Verein. An sie soll das künftige Bild erinnern und nachts sogar angestrahlt werden. Zudem ist das Aufstellen von Bänken geplant. „Wir haben bereits das ,ok’ von Straßen NRW“, berichtet Schneider. Eine Finanzierungsmöglichkeit könnte nach seiner Aussage das kommende Bürgerbudget sein. Zur Aufwertung des Quartiers soll laut Vorstand auch mit dem geplanten Bücherschrank in der Nähe der ehemaligen Zoogaststätten beigetragen werden. Die Gesamtkosten betragen rund 5000 Euro. Der Verein sucht dafür noch finanzielle Unterstützung und Sponsoren.

Verein macht sich Gedanken um Brücken im Wuppertaler Westen

Ein wichtiges Thema waren bei der Mitgliederversammlung die Brücken im Wuppertaler Westen. Dabei steht der Erhalt der Alten Zoobrücke ganz oben auf der Wunschliste der Mitglieder. Derzeit laufen dazu Gespräche zwischen dem Vorstand und einem Ingenieurbüro in Hagen. Zudem plädiert der Verein für einen Denkmalschutz des Bauwerks. Bezüglich der gesperrten Brücke Kirchhofstraße informierte Udo Hindrichs über den neuesten Stand. „Wir hoffen, dass die Arbeiten hier ab Ende 2021 beginnen können.“ Laut Stadt seien die finanziellen Mittel bereits in den aktuellen Haushalt eingestellt. Der Bürgerverein hatte sich in den vergangenen Jahren mit großem Einsatz für das Ende der Sperrung eingesetzt.

Eine Herzensangelegenheit bleibt für die Mitglieder der Märchenbrunnen im Zooviertel. Dabei werden gerade die Weichen für die Rekonstruktion alter Figuren gestellt. Der Bürgerverein hat eine Patenschaft für den historischen Brunnen von 1897 übernommen und dessen Sanierung initiiert. Dabei wurden unter anderem die seit 1939 fehlenden Wasserbecken wiederhergestellt.

Mehr von Westdeutsche Zeitung