Bürgerbudget: So teilen die Wuppertaler 150.000 Euro unter sich auf

Bürgerbudget: So teilen die Wuppertaler 150.000 Euro unter sich auf

Das Bürgerbudget fördert vielfältige Projekte vom Spielplatz bis zur Taschengeldbörse und Gärten in der Stadt.

Wuppertal. 150.000 Euro stellt die Stadt im Doppelhaushalt 2018/2019 erstmals für Bürgerbeteiligungsprojekte bereit. Jetzt stehen die sechs Projekte fest, in die Summen von 7200 bis 50 000 Euro investiert werden. Oberbürgermeister Andreas Mucke stellte die von den Wuppertalern unter 109 Vorschlägen ausgewählten Projekte vor: Mit 50 000 Euro wird die Sanierung eines Spielplatzes an der Waldkampfbahn Vohwinkel gefördert, die gleiche Summe geht an das Urban Gardening Großprojekt. Hier wollen die Ideengeber unter anderem einen bürgerschaftlich gepflegten Garten südlich des Botanischen Gartens anlegen. Auf dem dritten Platz folgt die Projektidee „Autofreie Luisenstraße“ (17 500 Euro). Mit 15 300 Euro wird zudem die Fortsetzung der Taschengeldbörse unterstützt. 10 000 Euro gibt es für die Projektidee „Sitzbänke entlang der Nordbahnstraße“, 7200 für das Projekt gegen Rassismus und Antisemitismus.

Nadine Vollmerhausen und Bekir Cakin freuen sich, dass ihr Spielplatz-Projekt bei einer Abstimmung, an der alle Wuppertaler teilnehmen konnten, mit 534 Stimmen am besten abgeschnitten hat. Bekir Cakin hofft, dass das Projekt bis zum kommenden April abgeschlossen ist, damit die Kinder gleich schon im Frühjahr neue Spielmöglichkeiten vorfinden.

1627 Wähler stimmten ab. „Das könnten mehr sein, da ist noch viel Luft nach oben, sagte Andreas Mucke und kündigte an, bei der nächsten Auflage des Bürgerbudgets für zusätzliche, barrierefreie Möglichkeiten zur Teilnahme an der Abstimmung zu sorgen.

Für Manuela Salem kommt das Geld aus dem Bürgerbudget gerade zur rechten Zeit. Seit 2015 wird die Arbeit der Taschengeldbörse im Nachbarschaftsheim ausschließlich von Ehrenamtlern geleistet, da der Landeszuschuss ausgelaufen ist. „Wir haben inzwischen 270 Tandems mit Menschen gebildet, die ansonsten wohl nie Kontakt hätten. Wir bringen ältere Menschen, die Hilfe im Garten oder bei der Bedienung von PC und Smartphone benötigen, mit jungen Leuten zusammen, die ihr Taschengeld aufbessern wollen“, sagt Projektleiterin Manuela Salem Tel.: 245 1953. „Für zwei Jahre haben wir jetzt Stabilität.“

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