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Bürgerbudget in Wuppertal: Die Natur steht im Mittelpunkt

Südhöhen. : Die Natur steht im Mittelpunkt

Die Ideen für das Bürgerbudget auf den Südhöhen reichen von Teichen bis zum Kneipp-Becken.

Insgesamt 30 Projekte stehen ab dem 4. September beim Wuppertaler Bürgerbudget zur Wahl. Dann können die Bürger entscheiden, welche dieser Projekte mit maximal 50 000 Euro aus dem städtischen Haushalt gefördert werden sollen. Drei Vorhaben sind auf den Südhöhen verortet. Zum einen geht es, wie bereits berichtet, um die Neugestaltung des in die Jahre gekommenen Spielplatzes Neuenhaus am Wilhelmring. Dafür setzen sich Eltern und Anwohner, Bürgervereine und der Siedlerverein Wilhelmring in einer gemeinsamen Spielplatzinitiative ein. Hinzu kommen diese beiden Projekte:

Teiche im historischen Gelpetal sanieren: Die Teiche der ehemaligen Schleifkotten im Gelpetal seien seit Jahren sich selbst überlassen worden, schreibt der Vorschlaggeber. „Wenn nicht bald etwas geschieht, drohen viele Teiche zu verlanden/verschlammen, da unter anderem auch die Dämme undicht sind.“ Ein Argument für die Sanierung sei, dass die Teiche fast alle auf der Liste der Wuppertaler Naturdenkmäler stünden. Außerdem werde so Lebensraum für Pflanzen und Tiere erhalten, der Hochwasserschutz verbessert und das Naherholungsgebiet Gelpetal aufgewertet.  Aufgrund der hohen Kosten solle zumindest ein Teich saniert werden, so der Vorschlaggeber. Die Verwaltung kommt bei ihrer Prüfung des Vorschlags zu dem Ergebnis, dass eine umfassende Sanierung mit Erdarbeiten das Budget wohl überschreiten werde. Stattdessen könnten aber für etwa 50 000 Euro Geräte angeschafft werden, die die Entschlammung durch Sauerstoffzufuhr beschleunigten. Diese laut Verwaltung „kostengünstige und umweltschonende“ Methode sei bereits 2015 bei der Entschlammung des Murmelbachteiches eingesetzt worden.

Kneipp-Natur-Wasser-Tretanlage: Der Kneipp-Verein Wuppertal schlägt den Bau einer Kneipp-Natur-Wasser-Tret­anlage auf dem Gelände der Station Natur und Umwelt vor. Aktuell gebe es keine derartige Anlage in Wuppertal, sagt die Vorsitzende des Kneipp-Vereins Wuppertal, Renate Mankel. Dabei gebe es zahlreiche Vorteile, die Kindern und Erwachsenen zugutekämen. „Wassertreten stärkt das Immunsystem, stabilisiert den Kreislauf, macht ausgeglichen, wirkt schmerzlindernd und als Einschlafhilfe“, zählt Mankel die Vorteile auf. Sie selbst schätzt das Wassertreten gerade auch bei Pausen während einer Wanderung. „Es erfrischt, macht putzmunter und einfach Freude“, sagt Mankel.  Ein Standort an der Station Natur und Umwelt sei derzeit allerdings nicht realisierbar, da die Umbauplanung der Station noch bevorstehe und die Integration einer Wasser-Tretanlage aktuell noch nicht geprüft werden könne, so Mankel. Die Stadtverwaltung schlägt nun einen Standort im Bereich des Kinderspielplatzes Murmelbach vor. „Schön, dass die Stadt einen Alternativvorschlag macht“, sagt Mankel. Statt der ursprünglich vom Verein kalkulierten 4000 Euro rechnet die Verwaltung allerdings mit Kosten von etwa 8000 Euro. Der Kneipp-Verein bietet dazu nicht nur eine Kostenbeteiligung seinerseits, sondern auch Unterstützung bei der Planung und Umsetzung durch den Kneippbund-Landesverband NRW an.

Bei der Stabsstelle Bürgerbeteiligung der Stadt freut man sich über die Vielfalt der Vorschläge. Sie reiche von Vorschlägen von Einzelpersonen über das Engagement von Vereinen bis hin zur Bildung neuer gemeinsamer Initiativen. „Die Menschen identifizieren sich mit den Projekten und es entsteht ein neues Zusammengehörigkeitsgefühl. So kann auch langfristig ein zusätzliches Engagement der Bürger entstehen“, sagt Laura Adam von der Stabsstelle.

talbeteiligung.de