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Bürgerbahnhof hat 2018 viel vor

Bürgerbahnhof hat 2018 viel vor

Die Kultureinrichtung feiert ihr zehnjähriges Bestehen.

Sie können es manchmal selbst noch nicht ganz glauben. Dass einmal der Eric-Clapton- Stammgitarrist Andy Fairweather Low von der Londoner Royal Albert Hall ins beschauliche Vohwinkel reisen würde, um im dortigen Bürgerbahnhof ein umjubeltes Konzert zu spielen. Dass Rockpalast Legende Peter Rüchel in den kultigen Räumen über The Who und Rory Gallagher aus dem Nähkästchen plaudern würde. Oder dass die New Yorker Garage Rock Band The Mystery Lights ausgerechnet im Stadtteil einen ihrer ganz wenigen Deutschlandauftritte geben würde - samt Groupies und begeisterter junger Fangemeinde. „Wir hätten uns diese Entwicklung am Anfang nicht in unseren kühnsten Träumen vorstellen können“, sagt Bürgerbahnhof-Sprecher Uli Kopka.

Aus bescheidenen Anfängen haben sich die Räume in der Schalterhalle zu einer gefragten Veranstaltungsbühne entwickelt. Hier geben sich aber nicht nur bekannte Interpreten die Klinke in die Hand. Wichtig ist der Initiative auch die Förderung von regionalen Gruppen und Nachwuchstalenten. So stammen zwei Drittel der Künstler aus Wuppertal und den umliegenden Städten. Dazu kommen Treffen verschiedener Gruppen und private Anmietungen.

„Wir möchten hier einen Ort der Begegnung schaffen, und an diesem Ansatz hat sich nichts geändert“, erklärt Uli Kopka. Rund 6500 Besucher und 200 Nutzungen, darunter 57 öffentliche Veranstaltungen allein in diesem Jahr sind dafür ein endrucksvoller Beleg.

Auch 2018 hat das etwa 20-köpfige Team viel vor. Im Sommer steht der zehnjährige Geburtstag des Bürgerbahnhofs an, der natürlich gebührend gefeiert wird. Dabei sollen auch die Schalterhalle selbst und der Innenhof eingebunden werden.

In der ersten Jahreshälfte will die Gruppe auf den bewährten Mix aus Konzerten, Vorträgen und Kabarettveranstaltungen setzen. „Diese Vielfalt macht den Reiz aus, und das gibt es eben woanders kaum“, betont Uli Kopka. Da spielt dann das Jazz Trio kurz vor der AC/DC-Coverband, und wenige Tage später gibt es einen Vortrag zur Eisenbahngeschichte. Im Bürgerbahnhof ist das ganz selbstverständlich möglich.

„Wir haben keine Berührungsängste, und das Publikum nimmt unser Angebot sehr gern an“, sagt Kopka. Es gehe in erster Linie darum, etwas Schönes für Vohwinkel auf die Beine zu stellen und damit einen Beitrag zur Attraktivität des Stadtteils zu leisten. Die Nachfrage sei sowohl bei den Besuchern als auch bei den Künstlern ungebrochen hoch. Zudem hat sich das Konzept der Veranstaltungsreihen bewährt. Im Rahmen der „Saitenreise“ haben schon viele namhafte Gitarristen in Vohwinkel gespielt. Für den Nachwuchs bietet die „Rookie Session“ eine beliebte Plattform.

Alle Künstler schätzen die familiäre Atmosphäre und das aufmerksame Publikum. Dass sich die Veranstaltungen im kleinen, aber feinen Saal lohnen, hat sich längst über Vohwinkel hinaus herumgesprochen. So kann sich der Bürgerbahnhof auf ein treues Stammpublikum verlassen. Meist sind die Konzerte gut besucht, bei den bekannteren Namen auch mal schnell ausverkauft. Eine ideale Ergänzung zum Veranstaltungsort ist die gegenüberliegende Kunststation. Sie wurde durch die Hilfe des Bürgerbahnhof-Teams hergerichtet. Mehr Infos unter:

www.buergerbahnhof.com