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Bürgerantrag zu Wuppertaler Buslinien 629 und 639

ÖPNV : Bürgerantrag zu Buslinien 629 und 639

WSW sollen prüfen, ob sich eine Linie rentiert.

Die Wuppertaler Stadtwerke wollen die Buslinien 629 und 639 durch Taxibusse ersetzen - eine Ankündigung, die für massive Proteste im Westen der Stadt gesorgt hat und noch sorgt. Ein Anwohner hat nun einen Bürgerantrag gestellt, der zum Ziel hat, dass aus den zwei Linien eine wird, die dann möglicherweise wirtschaftlicher betrieben werden kann.

Anwohner Klaus Nagel ist seit langem engagiert, vor allem im Zooviertel. Schon vor zwei Jahren hatte er gewarnt, dass die Linien eingestellt werden. Die WSW hatten damals dementiert, die jetzt geplante Umstellung auf Taxibusse wird allerdings von vielen Kritikern als „Quasi-Einstellung“ gestehen. Nagel will mit seinem Bürgerantrag nun erreichen, dass die WSW die Wirtschaftlichkeit der beiden Linien der Wirtschaftlichkeit einer einzigen neuen Buslinie gegenüberstellen. Diese solle „die derzeit am meisten frequentierten Abschnitte der Linien 629 und 639 umfassen“, so Nagel. „Ich gehe davon aus, dass dabei die Erreichbarkeit des Haupteingangs des Grünen Zoos berücksichtigt wird.“

Denn bekanntlich fahren die Busse nicht „leer“ durchs Quartier. Die Linie 629 hatte im Zeitraum vor und zu Beginn der Pandemie (November 2018 bis Mitte 2020) 440 Fahrgäste täglich von Montag bis Freitag, 220 am Samstag. Die Linie 639 kam auf 220 Fahrgäste in der Woche und 90 am Samstag.

Auch der SPD Ortsverband Elberfeld-West/Sonnborn hat das Thema Buslinien noch einmal auf seiner Tagesordnung. „Selten hat ein Thema in der Vergangenheit die Nachbarinnen und Nachbarn aus den Quartieren in Elberfeld-West so sehr beschäftigt, wie unsere Quartiersbuslinien 629 und 639“, sagt Guido Grüning, Vorsitzender des Ortsverbandes. Am Samstag führte die SPD eine Online-Diskussion mit den Wuppertaler Stadtwerken zum Thema. est