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Brückenteile kommen im Januar

Brückenteile kommen im Januar

Westring wird vom 12. bis 14. Januar gesperrt. Das wirkt sich auch auf den Busverkehr aus.

Vohwinkel. An den Abriss der ersten Hälfte der A 46-Brücke Westring dürften sich die Anwohner noch gut erinnern. Im Sommer wurde dem maroden Bauwerk mit schwerem Gerät zu Leibe gerückt. Besonders die Lärmbelastung während der Nachtstunden hatte einige Kritik ausgelöst. Außerdem machte die enorme Staubentwicklung den Bürgern zu schaffen. Im Vergleich dazu dürfte der im Januar geplante Einbau der neuen Brückenteile deutlich weniger problematisch ausfallen. Für die Stadt und den Landesbetrieb Straßen NRW ist aber auch dieser Teil der aufwändigen Brückensanierung eine logistische Herausforderung. Zwischen dem 2. und 4. sowie dem 8. und 10. Januar werden die etwa 40 Meter langen Bauteile mit Schwertransportern aus Darmstadt angeliefert.

Am ersten Wochenende werden die ersten zwei Teile auf einem Gelände am Roggenkamp auf Solinger Gebiet zwischengelagert. Die zweite Anlieferung erfolgt laut Stadt voraussichtlich in der Nacht auf den 10. Januar direkt an den Westring. Dafür muss die Straße kurzzeitig gesperrt werden. Eine Woche später wird dann montiert. Dafür ist eine Vollsperrung auf dem Westring zwischen dem 12. und 14 Januar notwendig. Eine Umleitung wird über die Engelshöhe ausgeschildert. Auch der Busverkehr ist davon betroffen.

„Das lässt sich nicht anders organisieren“, sagt der städtische Baustellenkoordinator Martin Lorenz. Er verweist auf die Ausmaße der Bauteile, die mit zwei großen Teleskopkränen auf die neue Unterkonstruktion der Fahrtrichtung Dortmund einschwenken sollen. „Außerdem muss der Schwertransporter vom Roggenkamp rückwärts zurück zum Westring fahren“, erläutert Lorenz. An allen drei Wochenenden sichert die Polizei die Transporte.

Heiner Fragemann, Bezirksbürgermeister, über die Folgen der Erweiterung der A 46

Alois Höltgen von Straßen NRW verspricht, dass sich die Lärmemissionen diesmal in Grenzen halten würden. „Das ist eine völlig andere Situation als beim Abbruch der Brücke“, sagt er. In den vergangenen Wochen seien die Vorbereitungen für die Unterkonstruktion und die Widerlager auf Hochtouren gelaufen. „Die neuen Brückenteile werden nach dem Aufsetzen direkt vor Ort verschweißt“, erklärt Höltgen.

Anwohner Jörg Neubauer sieht die Maßnahme relativ entspannt. „Ich gehe davon aus, dass wir davon kaum etwas mitbekommen werden“, sagt er. Lediglich die Vollsperrung des Westrings sei ärgerlich. Im Sommer sah die Situation dagegen völlig anders aus. „Unser ganzes Haus hat vibriert“, berichtet Neubauer. An Schlaf sei nicht zu denken gewesen.

Er befürchtet, dass sich diese Lärmbelastung im kommenden Jahr wiederholen könnte. Für den Zeitraum zwischen Oktober und November 2018 plant Straßen NRW den Abriss der Brückenhälfte in Fahrtrichtung Düsseldorf. „Der Ausbau ist natürlich eine Gratwanderung“, sagt dazu Bezirksbürgermeister Heiner Fragemann. Es sei nicht einfach, einen zügigen Ausbau mit den Interessen der Anwohner unter einen Hut zu bringen. Gleichwohl müsse das Projekt für die Bürger so verträglich wie möglich ablaufen.

Immerhin wird sich ein Verkehrschaos wie im Sommer nicht wiederholen. Parallel zur Vollsperrung des Westrings war damals die Vohwinkeler Straße durch eine Großbaustelle auf Haaner Stadtgebiet eine Sackgasse. Die Arbeiten dort sind abgeschlossen. Mehr Informationen unter

strassen.nrw.de/projekte/a46/bauvorhaben-im-bereich-wuppertal.html