Brandstiftung in Wuppertaler Wohnhaus - Bewohner in Wohnungen gefangen

50.000 Euro Schaden : Ermittlungskommission nach Brandstiftung in Wuppertal - Bewohner in Wohnungen gefangen

In der Nacht zu Sonntag wurde in einem Wuppertaler Mehrfamilienhaus vorsätzlich ein Brand gelegt. Die Bewohner waren teilweise in ihren Wohnungen eingesperrt. Die Polizei ermittelt, auch ob ein weiterer Brand im Zusammenhang steht.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist in einem Mehrfamilienhaus in Wuppertal ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr musste unter Atemschutz in das Gebäude. Schon in der Nacht kam der Verdacht der Brandstiftung auf, das wurde am Sonntagmorgen von einem Sachverständigen bestätigt. Staatsanwaltschaft und Polizei Wuppertal haben eine Ermittlungskommission eingerichtet.

Dass das Feuer gleichzeitig bei einem Kinderwagen im Treppenhaus und bei Möbeln im Keller ausgebrochen war, hatte die Polizei vor Ort direkt stutzig gemacht. Es entstand ein Sachschaden von etwa 50.000 Euro, das teilte die Polizei am Sonntagmittag mit.

Gegen 0.55 Uhr wurden die Rettungskräfte zu dem Haus an der Straße Klingelholl alarmiert. Beim Eintreffen der Feuerwehrleute war das Treppenhaus des Wohnhauses bereits so stark verraucht, dass die Bewohner nicht mehr aus dem Gebäude kamen. Zwei Personen wurde von den Einsatzkräften vorsorglich über eine Drehleiter gerettet. Die restlichen Bewohner mussten zunächst in ihren Wohnungen bleiben, das teilte die Feuerwehr in der Nacht mit.

Nachdem der Brand gelöscht war, konnten die Bewohner das Haus über das Treppenhaus verlassen und untersucht werden. Ins Krankenhaus musste niemand gebracht werden.

Zum Ende des Einsatz kontrollierte die Feuerwehr die Kohlenmonoxidwerte im Mehrfamilienhaus. Da keine gefährlichen Werte gemessen wurden, konnten die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.

Gegen 1.13 Uhr in der Nacht meldeten Zeugen eine brennende Mülltonne an der Alfredstraße. Ob zwischen beiden Ereignissen Zusammenhang besteht, wird nun ermittelt. Die Polizei bittet verdächtige Beobachtungen unter der Rufnummer 0202/284 - 0 zu melden.

(red)
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