Bonobo Bili: Tierschützer demonstrieren gegen die Haltung im Wuppertaler Zoo

Tierschutz : Zoo: Protest gegen Bonobo-Haltung

Zahlreiche Menschen haben sich am Sonntag vor dem Zoo in Wuppertal versammelt. Sie stellten eine deutliche Forderung an den Tierpark.

Gut 80 Menschen haben am Sonntag vor dem Wuppertaler Zoo demonstiert. Die Tierrechtler, die zu der Veranstaltung aufgerufen hatten, fordern, dass der Bonobo-Affe Bili den Zoo verlassen kann.

„Unsere Botschaft ist, dass Bili unter diesen Umständen nicht länger im Wuppertaler Zoo bleiben kann“, hatten die Veranstalter im Vorfeld erklärt. Das junge Bonobo-Männchen wird von der Gruppe des Zoos bisher nicht akzeptiert und attackiert.

Nach Angaben der Demonstranten sei er „übersät mit Bisswunden“, „körperlich und seelisch am Ende“. Daher könne er nicht länger in Wuppertal bleiben. Stattdessen soll er in eine Tier-Auffangstation in Großbritannien, die seine Aufnahme bereits schriftlich zugesagt habe.

Das Leiden von Bili hatte bundesweit für Mitleid und Empörung. Bili war im November vergangenen Jahres aus Frankfurt nach Wuppertal gekommen und sollte dort für Nachwuchs sorgen. Der zehnjährige Menschenaffe wird von seiner neuen Gruppe bislang aber nicht akzeptiert, sagte Zoo-Kurator Severin Dreßen am Mittwoch unserer Zeitung.

„Das ist keine schöne Entwicklung, aber etwas ganz Normales. Es kann in diesen Gruppen sehr ruppig zugehen.“

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