Böhme & Weihs kehren zum Standort Wuppertal zurück

Böhme & Weihs kehren zum Standort Wuppertal zurück

An der Linderhauser Straße 153 am Hölker Feld wurde gestern der Grundstein für das neue Firmenzentrum gelegt.

Der Softwareanbieter Böhme & Weihs ist zurück in Wuppertal. Am Donnerstag wurde der Grundstein für das neue Firmenzentrum an der Linderhauser Straße 153 in Anwesenheit von Bürgermeisterin Maria Schürmann gelegt.

Firmengründer Prof. Norbert Böhme erinnerte daran, dass die Anfänge des Unternehmens 1985 an der Zanellastraße in Barmen lagen. Die von Böhme & Weihs entwickelten Softwarelösungen für das Qualitäts- und Fertigungsmanagement waren derart gefragt, dass während der folgenden Expansion mehrfach der Standort gewechselt werden musste. Mehr als 900 Unternehmen weltweit aus den unterschiedlichsten Branchen vertrauen heute Böhme & Weihs — darunter auch zahlreiche aus Wuppertal. 24 Jahre lang war der Stammsitz im Sprockhöveler Engelsfeld.

Ein Kundengespräch mit Michael La Porte, dessen Unternehmen D. LaPorte Söhne GmbH im Hölker Feld Schlösser, Außenbeschläge, Zylinder, Schlüssel, Schließsysteme und das dazu notwendige Zubehör für die Nutzfahrzeugindustrie produziert, leitete vor zwei Jahren die Rückkehr ein, so Prof. Norbert Böhme. „Wir waren uns eigentlich schon mit der Stadt Sprockhövel über einen Neubau einig. Dann wurde uns das Grundstück angeboten, und Rolf Volmerig von der Wuppertaler Wirtschaftsförderung hat mich praktisch durch den Telefonhörer nach Wuppertal gezogen.“

Auf einem 7500 Quadratmeter großen Grundstück soll bis zum Frühjahr 2017 ein 4700 Quadratmeter großes viergeschossige Gebäude in Modulbauweise entstehen. Ein Großteil der Fläche wird als modernes Kundenzentrum angelegt. Über die Kosten macht der Bauherr keine Angaben. Ein Grund für die Standortwahl ist zum einen, dass ohnehin viele Kunden in der Nachbarschaft im angrenzenden Industriegebiet Hölker Feld ansässig sind.

Bürgermeisterin Maria Schürmann hieß die Rückkehrer in Wuppertal herzlich willkommen. Rund 120 Arbeitsplätze werden damit in Wuppertal neu geschaffen, Niederlassungen gibt es zudem in Aalen, Frankreich und Russland. Insgesamt sind etwa 140 Mitarbeiter beschäftigt. „Wuppertal hat gute Erfahrungen mit inhabergeführten, mittelständischen Unternehmen gemacht. Diese Betriebe zeichnen sich durch hohe Innovationskraft und kluge Investitionsbereitschaft auf. Es sind Firmen, die ihre Mitarbeiter zu schätzen wissen und sich sorgsam und sozial verhalten. In den Kreis dieser Unternehmen passen Böhme & Weihs bestens — wir heißen sie herzlich willkommen“, sagte Maria Schürmann.

Michael Wängler, Geschäftsführer der Bergischen Industrie- und Handelskammer, begrüßte die Neuankömmlinge und lud sie zur Mitarbeit in den IHK-Gremien ein. Ein herzliches Grußwort richtete Prof. Peter Gust von der Bergischen Universität an die Bauherren. Zwischen der Uni und dem Softwareunternehmen bestehen seit Jahren enge Kontakte, denn Prof. Böhme ist Lehrbeauftragter der Hochschule. „Zudem hat es sich immer wieder ergeben, dass Studenten der Universität ins Unternehmen reinschauen durften“, sagte Prof. Peter Gust.

Traditionell werden in einer Kapsel Erinnerungen an den Tag der Grundsteinlegung eingemauert. Neben einer aktuellen Ausgabe der Westdeutschen Zeitung vom Tage wurde ein Speichermedium „mit dem gesamten Wissen des Unternehmens“, so Prof. Norbert Böhme, für die Nachwelt konserviert.

Viel Lob gab es von Geschäftsführer Joachim Wendel für alle am Bau beteiligten Parteien — so die Stadtverwaltung und die Goldbeck GmbH, die das Firmenzentrum geplant hat und bauen wird.

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