Blues, Tango und die Lust am Jazz

Blues, Tango und die Lust am Jazz

Vor allem Bluesfans können aus einem großen Angebot auswählen.

Am Donnerstagabend beginnt im Jazz Club im Loch, Bergstraße 50 (Ecke Ekkehardstraße/Plateniusstraße), um 20 Uhr die nächste Veranstaltung der Reihe „next generation“. Dort stellen regelmäßig junge Jazzmusiker — gefördert vom Kulturfond der Stadt — ihre neuen Projekte vor. Heute spielt das Niklas Nadidai Trio um den Wuppertaler Pianisten Nadidai mit Paul Wunder am Bass und Marvin Andrä am Schlagzeug einen Sound zwischen cool und kontemporär, bewegend und experimentell.

Im Bürgerbahnhof Vohwinkel, Bahnstraße 16, ist heute Abend um 20 Uhr mit den Rad Trads eine angesagte Band aus dem New Yorker East Village zu Gast. Die fünf Musiker mit Sax, Trompete, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang, waren bereits Opener für Tom Jones, Buddy Guy und Taj Mahal und haben auf vielen Jazz- und Pop-Festivals, sowie Clubs in den USA, Europa und dem Mittleren Osten gespielt.

Gleich an zwei Tagen, tritt heute und am morgigen Freitag jeweils um 20 Uhr wieder einmal Henrik Freischlader mit seiner neuen Band im Haus der Jugend Barmen, Live Club Barmen, Geschwister-Scholl-Platz 4-6, auf. Nach zahlreichen Experimenten, ob im Trio oder mit einer achtköpfigen, international besetzen Big-Band, kehrt Deutschlands bekanntester Bluesgitarrist nun wieder dorthin zurück, wo für ihn alles begonnen hat — zum Blues. Mit am Start bei der Präsentation der neuen funky Bluessongs sind außer Gitarrist und Sänger Freischlader, Schlagzeuger Moritz Meinschäfer, Armin Alic am Bass, Roman Babik (Keyboards) und Saxofonist Marco Zügner, die in dieser Besetzung ihre ersten Konzerte geben.

Rainers

Jazzcorner

„Der Möglichmacher“ heißt der im vergangenen Jahr veröffentlichte Roman des Wuppertaler Autors und Bassisten Klaus Harms, der seine Begegnung mit Peter Kowald als Aufeinandertreffen von Pecko, dem unkonventionellen, weltweit musizierenden Künstler und dem in seinem bürgerlichen Leben gefangenen Harry erzählt. Klaus Harms liest Textpassagen der wilden und gefährlichen Reise nach Sibirien am Freitag um 20 Uhr in der Bandfabrik, Schwelmer Straße 133.

Am Samstag steht um 19.30 Uhr in der Färberei, Peter-Hansen-Platz 1, eine besondere und seltene musikalische Begegnung auf dem Programm: North Africa meets Tango.

„Denis Gäbel feiert die Lust am Jazz!“ schrieb die Presse über ein Konzert des Kölner Saxofonisten, der mit seinem aktuellen Quartett am Samstag um 20 Uhr im Jazz Club im Loch, Bergstraße 50 (Ecke Ekkehardstraße/Plateniusstraße) auftritt. Gäbel erhielt 2016 den Neuen Deutschen Jazzpreis, der mitwirkende Pianist Sebastian Sternal, der auch schon Dee Dee Bridgewater begleitete, wurde bereits zweimal mit dem Echo-Jazz ausgezeichnet.

Am Sonntagabend präsentiert die Swing Kabarett Revue um die Sängerin Annette Konrad und Sänger, Posaunist und Trompeter Mike Rafalczyk passend zum Frühlingsanfang im Café Ada, Wiesenstraße 6, bei der monatlichen Swing Soiree das Programm „Veronika, der Lenz ist da“. Unterstützt von Trompeter Mirko Kirschbaum, Martin Langer am Sousaphone und Kontrabass und Pianist Uwe Rössler werden die Schlager der 20er und 30er Jahre in ein swingend, jazziges Umfeld mit einer Prise Kabarett und gekonntes Entertainment gepackt. Einlass 18 Uhr, Beginn 19 Uhr.

Bis nächste Woche wünscht anregende, spannende und unterhaltsame Musikabende, Ihr und Euer Rainer Widmann

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