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Todesfall: Biker im Bergischen nehmen „Abschied von unserem besten Freund Puma“

Todesfall : Biker im Bergischen nehmen „Abschied von unserem besten Freund Puma“

Der Tod des Wuppertaler Originals Hans-Dieter Fey, besser bekannt als „der Puma von Sonnborn“, löst viele Reaktionen aus. Nicht nur die Biker-Szene trauert.

Sonnborn/Kohlfurth. Am Samstag war die traurige Nachricht natürlich auch Thema beim Klöngelsmarkt. Hans-Dieter Fey, besser bekannt als „der Puma von Sonnborn“, fehlte. Der 83-Jährige war in der vergangenen Woche verstorben. „Er wäre sicher wieder gerne gekommen“, war von Besuchern zu hören. Viele kannten das Wuppertaler Original, wenn auch nur vom Sehen. Fey fiel einfach auf, wenn er ohne Helm — „ich habe eine Ausnahmegenehmigung“ —, mit wehenden grauen Haaren durchs Bergische Land und Wuppertal fuhr. Auch viele Schwebebahnfahrer winkten ihm dann zu.

Eine langjährige Freundschaft verband Dagmar Runge mit dem gebürtigen Wichlinghauser, der 1940 mit seiner Familie in die Lüntenbeck zog und seit 1999 in Sonnborn wohnte. „Wir haben oft zusammen gesessen, dann hat er Gitarre gespielt“, erinnert sich Runge, deren Kinder oft Pumas Geschichten lauschten.

Im vergangenen Oktober war der 83-Jährige schwer erkrankt und zuletzt ins Remigiushaus gezogen. „In die fünfte Etage. Er thronte sozusagen über Sonnborn“, sagt Runge. Trotz seines Gesundheitszustandes habe er es sich auch nicht nehmen lassen, bei der Saisoneröffnung, dem „Opening“, der Motorradfahrer im Bergischen dabei zu sein.

Seine geliebte „Lady“, die Honda Goldwing, hat Runge in Einzelteile zerlegen lassen und an Sammler weitergegeben. „Es war Pumas Wunsch, dass die Maschine so weiterlebt.“

Abschied nehmen heißt es dann am 8. Juli. Bei einer Feier im Café Hubraum in der Kohlfurth (Kohlfurther Straße 30, Solingen), wo auch Puma und seine „Lady“ oft zu Gast waren, erwartet Runge nicht nur viele Biker „zur Verabschiedung unseres besten Freundes“. est